Französischer Anbieter

Deezer versorgt Kunden des insolventen Streaming-Dienstes Simfy

05. Mai 2015
Im noch jungen Geschäft mit Musik-Streaming in Deutschland gibt es einen unabhängigen Anbieter weniger.

Die französische Firma Deezer versorgt künftig die Nutzer des Dienstes Simfy. Die Unternehmen gaben am Montag eine strategische Partnerschaft bekannt. Deezer baut damit den Einfluss im deutschen Markt weiter aus: Im August 2014 hatten die Franzosen bereits den Konkurrenten Ampya geschluckt.

Hans-Holger Albrecht ist neuer CEO von Deezer.
Hans-Holger Albrecht ist neuer CEO von Deezer.
Foto: Deezer

"Bei Ampya haben wir uns für eine Komplett-Übernahme entschieden, das ist aber relativ aufwendig. Deswegen haben wir im Fall von Simfy eine strategische Kooperation vereinbart", sagte Deezer-Manager Michael Krause, der für das Geschäft im deutschsprachigen Raum zuständig ist.

Simfy hatte bereits zum 1. Mai das Angebot "aus lizenzrechtlichen Gründen" drastisch eingeschränkt. Der Dienst war im Frühjahr 2010 als einer der Pioniere in Deutschland gestartet. Deezer hat nach eigenen Angaben 16 Millionen Nutzer weltweit und darunter sechs Millionen zahlende Abo-Kunden. Zahlen für Deutschland nennt Deezer nicht.

Die Deezer-Gründer Axel Dauchez und Daniel Marhely
Die Deezer-Gründer Axel Dauchez und Daniel Marhely
Foto: Deezer

Deezer-Manager Krause betonte, der beschleunigte Ausbau des Deutschland-Geschäfts stehe nicht in Verbindung mit dem erwarteten internationalen Start von Apples hauseigenem Streaming-Musikdienst. "Deutschland ist für uns ein strategisch wichtiger Markt. Wir hätten die Deals mit Ampya und Simfy auch gemacht, wenn Apple nicht mit seinem Dienst vor der Tür gestanden hätte", sagte er. (dpa/tc)

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