Privatsphäre in Social Media

Der Facebook-Führerschein

07. Januar 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Wer sich neu bei Plattformen wie Facebook anmeldet, darf sich nicht auf die Standardeinstellungen zum Datenschutz verlassen. Wir sagen, was zu beachten ist.

Die Initiative klicksafe und das Internetprojekt iRights.info haben eine gemeinsame Themenreihe zu "Rechtsfragen im Netz" veröffentlicht. "Wir hoffen mit dieser Broschüre zu einer sichereren Nutzung des Internets beizutragen und gleichzeitig das Rechtsbewusstsein und die Medienkompetenz der Nutzer zu stärken", schreiben die Initiatoren.

Wer seine Informationen in sozialen Netzwerken schützen möchte, muss selbst aktiv werden.
Wer seine Informationen in sozialen Netzwerken schützen möchte, muss selbst aktiv werden.
Foto: Techniker Krankenkasse

Valie Djordjevic, Redakteurin bei iRights.info, erläutert in ihrem Beitrag, welche Punkte man beachten sollte, wenn man soziale NetzwerkeNetzwerke nutzt: Alles zu Netzwerke auf CIO.de

1. Sie rät grundsätzlich zur Datensparsamkeit. Wer sich in einem sozialen Netzwerk anmeldet, sollte sich die folgende Frage stellen: Welche Infos sind wirklich notwendig, um den gewünschten Dienst zu benutzen? Häufig reichen der Name, das Geburtsdatum und eine Mail-Adresse für eine Registrierung aus. Vorsichtig sein sollte man vor allem mit der Veröffentlichung der Telefonnummer und der Adresse.

2. Bei den Informationen, die man preisgibt, sollte man sich stets überlegen, ob man sie im Internet veröffentlichen möchte und sich zum Beispiel fragen: Könnten die Informationen, die ich ins Netz gestellt habe, mir später unangenehm werden, wenn sie zum Beispiel mein Arbeitgeber oder andere offizielle Stellen sehen? Könnten mir dadurch handfeste Nachteile erwachsen? Wenn ja, sollte man auf die Veröffentlichung verzichten.

3. Bei der Sichtbarkeit der eigenen Informationen sollte man sich nicht auf die Voreinstellungen verlassen. Wer sich in einem Netzwerk registriert, prüft idealerweise, wer Informationen sehen kann und welche Zugangskontrollen es gibt. Dann nimmt man Änderungen vor. Beim eigenen Facebook-Profil lässt sich zum Beispiel mit ein paar Klicks regeln, wer die eigenen Fotos sehen darf und wer nicht.