Arbeit der Zukunft

Der Graben läuft quer durch die Mitarbeiterschaft

01. Dezember 2009
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Web 2.0-Technologien sind die Zukunft der Enterprise Collaboration. Allerdings werden dadurch künftig zwei völlig verschiedene Arbeitsstile nebeneinander bestehen. Für Unternehmen bedeutet das eine heikle Herausforderung - darum liefert Gartner einige Best-Practice-Tipps gleich mit.

Bis 2013 werden laut Gartner 80 Prozent der Plattformen für Enterprise Collaboration hauptsächlich auf Browser-basierten Web-2.0-Technologien aufbauen. Techniken wie Wikis würden ausgereifter und legten weiter an Akzeptanz zu, der Einfluss von Web-2.0-Ansätzen steige. So weit, so gut. Tückisch für die Unternehmen erscheint indes der mit dieser technologischen Veränderung einhergehende Wandel des Arbeitsstils. Die Firmen müssen sich darauf einstellen, dass künftig zwei völlig verschiedene Stile nebeneinander bestehen werden.

"Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen dem Arbeitsstil, der auf Dateien und Dokumenten beruht, und der Web-2.0- und Browser-basierten Arbeitsweise", sagt Jeff Mann, Research Vice President bei Gartner. Wer neue Collaboration-Plattformen zu einem Erfolg machen wolle, müsse diesen Unterschieden Rechnung tragen.

Der Graben verläuft durch die Mitarbeiterschaft: Da gibt es die einen, die das Arbeiten mit Dateien und Dokumenten gewöhnt sind – und das nicht so einfach sein lassen wollen. Und da gibt es die anderen, die heute schon auf unterschiedlichsten Webseiten zu Hause sind, dort mit anderen kommunizieren und Inhalte austauschen.

Das wäre längst noch kein Problem, wenn es lediglich um unterschiedliche Vorlieben innerhalb der Belegschaft ging. So trivial verhält es sich leider nicht, denn diese Vorlieben haben für das Management relevante Folgen. Beispielsweise verändert der Umgang mit Web 2.0-Technologien die Einstellung zu Sicherheitsfragen – tendenziell in Richtung Laxheit.

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