E-Reader im Vergleich

Der Kindle und seine Konkurrenten

16. April 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Seit Ende letzten Monats bringt Amazon den Kindle Touch auch nach Deutschland. E-Reader bieten mittlerweile auch mehrere Wettbewerber an.

Seit dem 27. April verkauft der Online-Händler zwei Kindle-Reader, die sich per Fingerzeig bedienen lassen, auch in Deutschland. Das Modell mit WLAN kostet 129 Euro, für einen Kindle Touch mit WLAN und 3G bezahlt man 189 Euro.

Amazon gilt als Marktführer im E-Book-Geschäft. Jahrelang lobte das Unternehmen die Kindle-Verkäufe, ohne dabei konkrete Zahlen zu nennen. Im Dezember 2011 wurde kommuniziert, dass in der Vorweihnachtszeit gerade jede Woche eine Million Kindle-Geräte verkauft werden. Im Sommer 2010 hatte der Konzern außerdem verkündet, dass man erstmals in der Firmengeschichte mehr E-Bücher als gebundene Bücher verkauft. Bei dieser öffentlichkeitswirksamen Rechnung wurden aber nur Hardcover-Bücher mitgezählt, nicht die Taschenbücher.

Neben Amazon gibt es zahlreiche andere Unternehmen, die E-Reader anbieten. Als stärkster Konkurrent gilt der Sony Reader, das Modell PRS-T1 bewirbt der Hersteller als den leichtesten E-Reader der Welt. Der Bildschirm ist ein Touchscreen, zum Umblättern wischt man wie beim iPad über das Display (Kosten: 149 Euro). Thalias Nachfolgermodell OYO II hat bei Kritikern kaum Zuspruch erhalten, bemängelt werden unter anderem das Gewicht und die Schwerfälligkeit.

Ein Beispiel aus Asien zeigt, in welche Richtung sich die Zukunft der E-Reader entwickeln könnte. Ein koreanischer Buchhändler hat mit dem Kyobo E-Reader Ende vergangenen Jahres den weltweit ersten E-Reader vorgestellt, der auf der Mirasol-Technologie beruht. Das Display ist farbig und kann Videos darstellen. Trotz dieser Features ist der Akku extrem langlebig: Mehrere Wochen soll das Gerät ohne Strom auskommen. In Deutschland ist es bislang nicht erhältlich.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation CIO.