Arbeitsmarkt reagiert auf Veränderungen in der Technologie

Der klassische IT-Fachmann stirbt aus

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der IT-Freak hat ausgedient: Unternehmen brauchen künftig Mitarbeiter, die im Markt all der Open-Source-Produkte und On-Demand-Software wissen, wann ihr Unternehmen was braucht. Das proklamierten Gartner-Analysten auf einem Symposium.

Hintergrund dieser Entwicklung ist der vielzitierte Mega-Trend, wonach sich die IT insgesamt immer stärker am Massenmarkt ausrichtet. Peter Sondergaard, Senior Vice President Research bei Gartner, behautpet: "Der Bedarf an Mitarbeitern mit spezifischen IT-Kenntnissen wird pro Jahr um zehn Prozent sinken."

Künftige IT-Services und Applikationen wie zum Beispiel Software on Demand verlangen von IT-Abteilungen vor allem, dass sie schnell erkennen, wann ihr Unternehmen welche Lösungen braucht. Peter Sondergaard: "Die Veränderungen in der Technologie machen bisher wichtige Fähigkeiten überflüssig." Gespür für das Geschäft sei wichtiger als technisches Know-how.

Plug-and-Play als neues Zauberwort

Für Janet Topic, CIO von Trimac Corp, heißt das neue Zauberwort Plug-and-Play. "Wir werden von IT-Schlüsselqualifikationen immer unabhängiger", sagte sie.

Gartner stützt die Thesen auch auf die Annäherung von Windows, Linux und Unix. Die Nachfrage nach neuen Unix-Installationen werde abnehmen, so Analyst John Enck. Als weiterer Faktor gilt der wachsende Open-Source-Bereich.

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