Hamburger IT-Strategietage


Hamburger IT-Strategietage 2007

Der lange Weg zur Enterprise Architektur

15. Februar 2007
Von Thomas Zeller
"Über Enterprise Architektur spricht man zumeist, wenn keine vorhanden ist". Mit dieser Aussage unterstrich der Münchener Rück-CIO Rainer Janßen die Bedeutung dieses Themas auf den Hamburger IT-Strategietagen.
Der Weg der Münchener Rück zum EAM.
Der Weg der Münchener Rück zum EAM.

Eine Enterprise Architektur sollte aus drei Schichten bestehen, so Janßen: Die Geschäftsarchitektur bestehend aus Punkten wie Strategie, Organisation und Governance, die Informationsarchitektur bestehend aus Daten- und Anwendungsarchitektur und die Technologiearchitektur, die sich mit der Infrastruktur beschäftigt. "Für die Transparenz der Geschäftsarchitektur müssen Methodik und Organisation aufgebaut werden.", so der Münchener Rück-CIO.

Durch den Aufbau der Enterprise Architecture (EA) wolle der Rückversicherer unter anderem die Komplexität im Geschäft und deren Auswirkungen auf die IT reduzieren. Zudem erlaube ein solcher Schritt Redundanzen im Anwendungsportfolio zu reduzieren, so Janßen.

Einen Nachteil sieht der CIO jedoch im aktuellen EA-Projekt: "Der Wert einer EA lässt sich nur schwer vermitteln". Deshalb seien 30 Prozent der Arbeit bei diesem Vorhaben mit Kommunikation verbunden.

Schlechte Noten stellte Janßen auch der Beratungsbranche aus. "Es gibt kaum Anbieter mit ausreichender Erfahrung." Zudem verfügten die aktuellen EAM-Tools nicht über den benötigten Funktionsumfang.