Blackberry


Unterstützt iOS und Android

Der neue Blackberry-Server BES 10 ist fertig

23. Januar 2013
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Der Verwaltungsserver Blackberry Enterprise Service 10 von RIM steht ab heute zum Download bereit. Er verwaltet auch Geräte mit iOS und Android.

Seit dem 23.01.2013 ist der Blackberry-Verwaltungsserver BES in Version 10 zum Download freigegeben. Wie bei den SmartphonesSmartphones (die neue Generation wird am 30. Januar 2013 präsentiert, mehr dazu in diesem Artikel) markiert der BES 10 eine krasse Änderung in der Politik von Research in Motion: Erstmals kann ein ServerServer nicht mehr nur BlackberryBlackberry verwalten, sondern unterstützt zudem auch die hauseigenen Playbook-Tablets und Konkurrenzprodukte mit AndroidAndroid oder iOS. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Blackberry auf CIO.de Alles zu Server auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de

Bislang musste man dazu eine zusätzliche Version des Servers installieren. Der BES 10 macht künftig keinen Unterschied mehr ob er ein hauseigenes oder fremdes Smartphone oder Tablet verwaltet. Alle einem Nutzer zugeordneten Produkte tauchen in einer Übersicht auf, über Reiter kann man die verschiedenen Geräte aufrufen.

BES 10 liefert ein neues Layout und unterstützt Blackberrys, Android- und iOS-Smartphones im gleichen Management-Interface.
BES 10 liefert ein neues Layout und unterstützt Blackberrys, Android- und iOS-Smartphones im gleichen Management-Interface.
Foto: RIM

Mit diesem Ansatz möchte RIM Boden im Bring-your-own-Device-Trend gutmachen. Hier hatte der kanadische Konzern bislang Anteile an Konkurrenten, etwa Mobile Iron oder Good Technology verloren. Das soll sich mit BES 10 ändern: "Blackberry Enterprise Service 10 sorgt dafür, dass Angestellte produktiver und besser ausgestattet sein können, während Unternehmen und IT-Verantwortliche sicher sein können, dass ihre Unternehmensdaten sicher sind und sich Geräte verwalten lassen können", so Peter Devenyi, Senior Vice President, Enterprise Software bei RIM.

Blackberry Balance trennt private und berufliche Daten

Geht es nach RIM, gibt es noch ein weiteres starkes Argument für BES 10: Blackberry Balance. Diese Technik erlaubt es, dass private und berufliche Daten auf dem Smartphone komplett voneinander getrennt werden können. Das gilt etwa nicht nur für E-Mails oder Termine, sondern auch für Applikationen. Administratoren können so etwa genau entscheiden, welche Apps im Firmenbereich erlaubt sind und auf Firmendaten zugreifen können.

Der Nutzer kann zudem alle beliebigen Apps installieren und E-Mails empfangen, ohne dass er eine Vermischung mit Unternehmensinhalten befürchten muss. Wie Blackberry Balance im Detail funktioniert, beschreiben wir im Beitrag "Wie Blackberry Privat- und Firmendaten trennt".

Für die Verwaltung der iOS- und Android-Geräte ist allerdings eine App auf den Endgeräten notwendig. Diese befindet sich bereits in Form der App Mobile Fusion in den App-Stores. Im Gespräch mit CIO.de gab Jeff Holleran, Sr. Director, Enterprise Product Management bei RIM, an, dass diese weiterentwickelt und mit dem neuen System kompatibel sein wird.

Im ersten Schritt liefert RIM den BES 10 für die On-Premise-Installation auf Windows-Servern aus. Aktuell gibt es noch keine konkreten Termine, wann und ob die Lösung als Cloud-Version verfügbar sein wird. Allerdings teilte uns Jeff Holleran im Gespräch mit, dass einige Kunden den BES 10 bereits erfolgreich in gemischten Umgebungen, etwa mit Cloud-Angeboten wie Office 365Office 365 erfolgreich verwenden. Alles zu Office 365 auf CIO.de

Download, Testversion und Trade-Up-Programm

Der neue Blackberry Enterprise Service 10 lässt sich ab sofort auf dieser Seite herunterladen, er ersetzt Mobile Fusion und alle früheren BES-Versionen. Zudem bietet RIM eine 60-tägige Testversion mit den passenden Lizenzen für Nutzer und Geräte, das Angebot ist hier zu finden. RIM bietet zudem für alle Bestandskunden ein Lizenzaufwertungsprogramm an, mit dem sich bestehende Lizenzen auf das neue System übertragen lassen. Alle weiteren Informationen dazu sind auf dieser Webseite zusammengetragen.