Besserer Informations-Austausch zwischen IT und Fachabteilung

Der schlaue Weg zur Datenspeicherung

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Wenn es um die Speicherung geschäftskritischer Daten geht, werfen Unternehmen immer noch viel Geld zum Fenster hinaus. Der Grund: Die IT-Abteilung plant Storage-Projekte an den Bedürfnissen der Fachabteilungen vorbei. Das treibt trotz sinkender Preise im Storage-Markt die Kosten für die Datenspeicherung kontinuierlich in die Höhe, wie ein aktueller Trendbericht der Unternehmensberatung McKinsey feststellt.
Obwohl die Preise für Speicherlösungen pro Jahr um etwa 30 Prozent sinken, geben viele Unternehmen jährlich immer mehr Geld für Storage aus.
Obwohl die Preise für Speicherlösungen pro Jahr um etwa 30 Prozent sinken, geben viele Unternehmen jährlich immer mehr Geld für Storage aus.

Unternehmen geben pro Jahr etwa 15 bis 20 Prozent mehr Geld für die Speicherung von Daten auf Plattenlaufwerken, Bändern, speziellen Netzwerkgeräten aus. Hinzu kommen noch Kosten für die benötigte Software und das Personal, um diese zu verwalten. Gleichzeitig fallen die Kosten für Speicher-Hardware kontinuierlich. Betrugen sie im Jahr 2001 noch 60 US-Dollar pro Gigabyte, lagen sie im Jahr 2006 bereits bei unter zehn US-Dollar.

Intelligente Speicher-Strategien entwickeln

Die höheren Kosten erklären sich den Beratern zufolge zum einen mit den extrem hohen Daten-Volumina aus intensiven Geschäfts-Anwendungen, E-Mails mit Megabyte-schweren Anhängen oder aufgrund automatisierter IT-Prozesse, zum anderen durch gestiegene gesetzliche Anforderungen. So müssen geschäftsrelevante Daten meist über einen langen Zeitraum vorgehalten werden und beispielsweise Finanzbehörden im Rahmen einer Betriebsprüfung zur Verfügung gestellt werden.

Hinzu kommt außerdem, dass viele Betriebe wichtige Daten immer noch in unterschiedlichen Datentöpfen hinterlegen oder zu viele Sicherheitskopien abspeichern, was Kosten, etwa für Verwaltung und Datenabgleich, zusätzlich in die Höhe treibt.

Durch intelligente StrategienStrategien hingegen könnten Firmen ihre Speicherkosten deutlich reduzieren, so die Berater. Deshalb sollte in jedem Fall eine Änderung der bisherigen Praxis stattfinden. So müsse zwischen IT-Verantwortlichen und Geschäftsentscheidern über die Bedürfnisse, Möglichkeiten und Kosten der Datenspeicherung ein "gegenseitiger wohlinformierter Gedankenaustausch" stattfinden. Das Management weiß zwar, dass es Daten vorhalten muss, überlässt das Wie jedoch der IT-Abteilung. Im Gegenzug ist diese über bestimmte Details, beispielsweise wie lange die gesetzliche Vorhaltefrist wichtiger Daten ist, oft nicht ausreichend informiert. Alles zu Strategien auf CIO.de