Unternehmen verabschieden sich von gedruckten Abrechnungen

Der virtuelle Gehaltszettel ist im Kommen

12. Januar 2005
Von Ingo Butters
Monat für Monat erhalten Millionen Angestellter ihre Gehaltsabrechungen ausgedruckt auf Papier. In den kommenden Jahren wird sich das ändern: Einer Erhebung des IT-Dienstleisters Streamserve zufolge, will jedes vierte Unternehmen innerhalb der nächsten vier Jahre auf digitale Gehaltszettel umstellen.

Sieben Prozent der Befragten geben an, dass in ihrem Unternehmen bereits an der Umstellung auf elektronische Gehaltsabrechnungen gearbeitet werde. Weiteren 18 Prozent planen die Einführung innerhalb der nächsten zwei Jahre. Ein weiteres Drittel der Personalleiter strebt dies ebenfalls an – nannte aber keinen Zeithorizont.

Ausschlaggebend für die Einführung virtueller Gehaltszettel sind bei drei Viertel der Unternehmen, die sich von der traditionellen Lohnmitteilung verabschieden möchten, die Kosteneinsparungen durch den Wegfall der Aufwendungen für Druck, Kuvertierung und Porto.

Unterstützung von Digitalisierungsstrategien

Als weitere Gründe nannte mehr als die Hälfte der befragten Personalleiter die schnellere Abwicklung, höheren Komfort für die Mitarbeiter und eine höhere Qualität digitaler Abrechnungen an. Außerdem unterstütze die papierlose Variante die Digitalisierungsstrategien in den Unternehmen.

"Da in allen Unternehmen sowieso elektronisch kommuniziert und zunehmend auf Papierdokumente verzichtet wird, liegt es nahe, diesen Schritt auch bei den Entgeltabrechnungen zu gehen", sagt Michael Frauen, Geschäftsführer von Streamserve Deutschland.

Einsparungen durch virtuelle Gehaltszettel machten sich selbst dann bemerkbar, wenn nur bei Mitarbeitern mit Zugang zum Intranet auf das elektronische System ungestellt würde.

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