Nach Katastrophen fällt IT tagelang aus

Desaster im Rechenzentrum: Viele ohne Plan

07. Oktober 2004
Von Michael Kallus
Zwei Drittel der deutschen IT-Entscheider haben keinen integrierten Plan für Desaster Recovery und Business Continuity einsatzbereit. Und viele, die einen Plan besitzen, überarbeiten ihn zu selten. Das zeigt die Desaster-Recovery-Studie von Veritas, einem Hersteller von Sicherheitslösungen.

Im Durchschnitt benötigen Unternehmen weltweit über vier Tage, bis ihre IT nach einem Brand im RechenzentrumRechenzentrum wieder einigermaßen läuft – obwohl es für 95 Prozent ernsthafte wirtschaftliche Folgen hätte, wenn der IT-Betrieb still steht. Fast sieben Tage brauchen Firmen durchschnittlich, um wieder 100 Prozent bereit zu sein. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Bei einem Notfall läuft in vielen Unternehmen keine IT mehr.
Bei einem Notfall läuft in vielen Unternehmen keine IT mehr.

Etwa 60 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben laut Studie keinen Plan, wie sie ihre IT nach einem Brand im Rechenzentrum in zwölf Stunden wieder zufrieden stellend zum Laufen bringen. Fast ein Drittel kann überhaupt nicht abschätzen, wann ihre IT danach wieder in Grundzügen läuft.

Wiederherstellung des Betriebs dauert ...
Wiederherstellung des Betriebs dauert ...

Dabei sind sich deutsche IT-Entscheider der wirtschaftlichen Folgeschäden größerer Ausfälle bewusst. 70 Prozent rechnen mit Einbußen in der Produktivität, ein Drittel mit verschlechterten Kundenbeziehungen. Weitere 30 Prozent befürchten Umsatz- und Gewinnverluste.

Aus diesen Gründen bekommt der Desaster-Recovery-Plan einen immer höheren Stellenwert. Obwohl in 60 Prozent der Fälle ein IT-Manager die Verantwortung für Maßnahmen trägt, ist die Vorstandsebene nun häufiger involviert: Im vergangenem Jahr war der Desaster-Recovery-Plan nur in elf Prozent der befragten Firmen eine Angelegenheit des Vorstands, nun plant er in einem Viertel der Unternehmen mit.

Wer entscheidet?
Wer entscheidet?

Naturkatastrophen als zweitgrößte Bedrohung angesehen

Als die beiden größten Bedrohungen bezeichnen die befragten Unternehmen Hard- und Software-Fehler sowie Naturkatastrophen mit 82 und 78 Prozent. Viren und Hackerangriffe fürchten 69 Prozent, Krieg und Terrorismus immerhin 60 Prozent der Firmen. Ausfälle aufgrund unabsichtlichen oder bösartigen Verhaltens von Mitarbeitern stuften 46 Prozent der Befragten als bedrohlich ein.

Naturkatastrophen
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