Aufsichtsratschef Paul Achleitner

Deutsche Bank muss für Respekt kämpfen

04. Dezember 2014
Der Abbau der juristischen Altlasten der Deutschen Bank braucht nach Einschätzung von Aufsichtsratschef Paul Achleitner noch einige Zeit.

"Die gesamte Finanzindustrie, auch die Deutsche Bank, hat in den vergangenen Dekaden einen beträchtlichen Reformstau aufgebaut. Diesen abzuarbeiten ist keine Kleinigkeit", sagte Achleitner dem Hamburger Wirtschaftsmagazin "Bilanz". "Wir müssen den eingeschlagenen Weg Schritt für Schritt und konsequent umsetzen. Das ist mühsam und erfordert Geduld."

Deutschlands größtes Geldhaus ist nach jüngsten Angaben des Managements in mehr als 6000 Rechtsstreitigkeiten verwickelt, davon 1000 mit einem Streitwert von mehr als 100000 Euro. Die Aufarbeitung hat bereits Milliarden verschlungen. "Da die Deutsche Bank in Europa wahrscheinlich das letzte wirklich globale Institut ist, ist die Intensität dessen, was wir hier abzuarbeiten haben, vielleicht etwas größer als bei manchem europäischem Wettbewerber", sagte Achleitner.

Es gehe darum, Vertrauen zurückzugewinnen: "Ich weiß nicht, ob die Deutsche Bank je beliebt war, aber sie wurde respektiert. Und unser Anspruch muss sein, dass sie wieder überall respektiert wird", erklärte Achleitner. (dpa/rs)

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