Banken-Tests

Deutsche Bank schlägt sich gut

27. Oktober 2014
Die Deutsche Bank hat den harten Fitnesscheck der Europäischen Zentralbank (EZB) locker bestanden.

Die Aufseher nahmen kaum Veränderungen an der Bilanz des vergangenen Jahres vor, wie aus den am Sonntag vorgelegten Ergebnissen hervorgeht. Der deutsche Branchenprimus bestand auch das Stress-Szenario der Überprüfung mit einer harten Kapitalquote von 8,78 Prozent und lag damit über der Mindestvorgabe von 5,5 Prozent.

Unter Bankbeobachtern hatte es zwischenzeitlich die Befürchtung gegeben, dass die Aufseher mit einigen Anlagen der Bank, für die keine Marktwerte existieren, besonders kritisch umgehen könnten. Die Deutsche Bank hatte im zweiten Quartal bereits Vorsorge für mögliche Probleme getroffen und sich über eine Kapitalerhöhung 8,5 Milliarden Euro beschafft. Dieses frische Geld ist in der Kapitalquote der EZB nicht enthalten, da diese auf Zahlen des vergangenen Jahres basiert. Die Deutsche Bank steht also inzwischen noch stabiler da.

Sorgen bereiteten Beobachtern auch die zahlreichen Rechtsrisiken des Instituts. In den ersten neuen Monaten des Jahres legte es für neue Strafen gut drei Milliarden Euro zur Seite, davon 893 Millionen im dritten Quartal, wie das Institut bereits am Freitag mitgeteilt hatte.

Die beiden Co-Chefs der Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, äußerten sich zufrieden: "Die umfassende Bewertung bestätigt, dass unsere Kapitalbasis selbst bei einer extrem ungünstigen Marktlage die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen deutlich übersteigen würde. Unsere Kapitalerhöhung im zweiten Quartal dieses Jahres, die bei der umfassenden Bewertung nicht berücksichtigt wurde, hat die Kapitalposition der Deutschen Bank sogar noch weiter gestärkt." (dpa/ph)

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