Kein Umdenken trotz hoher Öpreise

Deutsche klotzen weiter bei Dienstreisen

21. November 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Geschäftsreisen kosten nicht nur Zeit, sondern heute aufgrund steigender Energiepreise auch immer mehr Geld. Trotzdem denken viele deutsche Unternehmen gar nicht daran, bei Geschäftsreisen zu sparen.

Der Ölpreis hat in diesem Jahr einen Preisrekord nach dem anderen gebrochen. Auf das Reiseverhalten in deutschen Unternehmen wirkt sich das offenbar kaum aus. Das fand eine Umfrage der Agentur Dr. Haffa & Partner unter etwa 70 Führungskräften und Meinungsmachern heraus.

Keine Einschränkungen

88 Prozent der Manager gaben an, dass Geschäftsreisen in ihrem Unternehmen Reisen nach wie vor im gewohnten Umfang stattfinden. Von diesen schränkt die eine Hälfte die bisherige Reisepraxis ihrer Mitarbeiter nicht ein.

Im Gegenteil: Es gibt Firmen, die sich gegenüber ihren reisenden Mitarbeitern großzügig zeigen und für Dienstreisen mit dem eigenen PKW das Kilometergeld erhöht haben.

Die andere Hälfte weist ihre Angestellten an, bei Business-Reisen stärker auf die Kosten zu achten. Zum Beispiel sollen Mitarbeiter bei Zugreisen künftig in der zweiten statt der ersten Klasse reisen.