IT-Etats steigen wieder

Deutsche Mittelständler investieren wieder in E-Business

21. April 2004
Von Patrick Goltzsch
Bei der elektronische Beschaffung und im Bereich der Kundenpflege plant ein Großteil der mittelständischen Unternehmen den Ausbau des Engagements. Sie versprechen sich kürzere Lieferzeiten und geringere Kosten, so eine aktuelle Umfrage.

Die Etats für IT-Ausgaben steigen wieder. Für dieses Jahr rechnen die Firmen mit einer Steigerung um 2,5 Prozent. Im kommenden Jahr sollen die Ausgaben um 4,9 Prozent anziehen. Damit legen die Budgets zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 wieder zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag von IBMIBM und der Zeitschrift "Impulse". Alles zu IBM auf CIO.de

Die Lieferkette mit Hilfe des Internet zu organisieren, steht bei mittelständischen Unternehmen obenan. Bereits 40 Prozent setzen entsprechende Lösungen ein. Weitere 12 Prozent planen den Einsatz für das kommende Jahr. Einen weiteren Schwerpunkt der Investitionen bildet die Kundenpflege, das Customer Relationship Management, das derzeit 29 Prozent einsetzen. Der Anteil soll auf 41 Prozent anwachsen. Einen deutlichen Sprung werden mobile Anwendungen machen. 2004 sind sie bei 19 Prozent der Unternehmen im Einsatz. 14 Prozent der Befragten befinden sich in der Planung. "Die mittelständischen Unternehmer haben erkannt, dass sich mit einer konsequenten E-Business-Strategie ein schneller Return-on-Investment erzielen lässt", gibt sich IBM-Mann Stefan Bürkli optimistisch.

Etat für ...
Etat für ...

Von ihrem Engagement erhoffen sich 58 Prozent der Unternehmen kürzere Lieferzeiten. Ebenso viele setzen auf eine Reduzierung ihrer Kosten. 51 Prozent erwarten eine Produktivitätssteigerung bei ihren Mitarbeitern.

Die Vorbehalte der E-Business Skeptiker verschieben sich gegenüber den letzten Jahren. Während die generelle Aussage "passt nicht zu uns" weniger genannt wird, ringen die Unternehmen mit der mangelnden Kundenakzeptanz. Dazu gesellen sich die als zu hoch eingeschätzten Kosten, sowie vermehrt die Befürchtung eines hohen Aufwands für die Umstrukturierung. 38 Prozent sehen den Erfolg von E-Business-Lösungen als nicht messbar an.

Von den Firmen, die bereits E-Business-Lösungen einsetzen, berichtet ein Viertel, auf keine Schwierigkeiten gestoßen zu sein. Doch 44 Prozent beklagen das fehlende Know-how ihrer Mitarbeiter. Das zweite Problemfeld bildet für 27 Prozent die Integration der Anwendungen in die bestehende Infrastruktur.

Für die Studie befragte die Firma Techconsult die Chefs von 1000 mittelständischen Unternehmen. Die Umfrage wurde zum sechsten Mal seit 1999 durchgeführt.

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