Schwierigkeiten bei Migration

Deutsche Nutzer unzufrieden mit Oracles Lizenzpolitik

12. Juli 2004
Von Michael Kallus
Fast dreiviertel der Anwender haben kein Vertrauen in die Lizenzvergabe von Oracle. Das zeigt eine Online-Umfrage der Deutschen Oracle Anwendergruppe (Doag). Viele Anwender wünschen sich, besser von Oracle informiert zu werden.

Über die Hälfte der befragten Unternehmen haben den Eindruck, dass sich die Lizenzpolitik von OracleOracle im letzten Jahr verschlechtert hat. Dabei geht es nicht einmal um die Kosten: Nur elf Prozent nennen sie als Grund für die Unzufriedenheit. Jedoch beklagen ein Drittel der unzufriedenen Unternehmen, dass Transparenz fehle, 26 Prozent vermissten die Konstanz. Alles zu Oracle auf CIO.de

Dabei, so Fried Saacke vom Vorstand der Doag, sei das Regelwerk von Oracle grundsätzlich ein Vorteil. Es biete die Möglichkeit, die Kosten für Software genauer zu berechnen. Problematisch werde es allerdings, wenn die Kunden das Berechnungsmodell nicht mehr verstehen.

56 Prozent der Unternehmen fühlen sich laut Umfrage unzureichend von Oracle über die Lizenzierung beraten. Besonders bei der Migration würden neue Abrechnungsmodelle schnell zu umfangreich, um den Überblick zu behalten, sagt Saacke. Hier fühlten sich einige Kunden, die schon lange mit Oracle arbeiten, im Stich gelassen.

Viele Unternehmen vermissen eine Beratung von Oracle.
Viele Unternehmen vermissen eine Beratung von Oracle.

Oracle ist seit kurzem dabei, eine Schlichtungsstelle für Lizenzfragen einzurichten. Sie soll in Streitfällen vermitteln und ein klares Verfahren für Konflikte ausarbeiten.

An der Online-Umfrage im Mai haben 123 Unternehmen teilgenommen, 71 Prozent davon sind Mitglieder der Doag.

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