Uni Berlin untersucht Rechenzentren-Stromverbrauch

Deutsche Rechenzentren effizienter als gedacht

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Im Vergleich zu den USA sind deutsche Rechenzentren Stromsparer. Die Technische Universität Berlin rät trotzdem, Ressourcen zu schonen. Schließlich ist der Strombedarf seit 1998 fast um das Fünffache gestiegen.
Die Entwicklung des Stromverbrauchs deutscher Rechenzentren.
Die Entwicklung des Stromverbrauchs deutscher Rechenzentren.

Grünes Licht für deutsche Rechenzentren: Erstens sind es weniger als erwartet, und die sind auch noch Energie-effizienter als angenommen. So lautet die erste umfassende Studie zu Rechenzentren in Deutschland überhaupt. Durchgeführt hat sie die Technische Universität Berlin. Dennoch raten die Forscher dringend, den Energiebedarf zu senken.

Dazu ein paar Daten: In Deutschland gab es im Jahr 2007 etwa 19.000 Server-Räume mit drei bis zehn Servern und rund 10.000 Rechenzentren mit mehr als zehn Servern. Auch, wenn das eine Bestandsaufnahme von 2007 ist - die oft kolportierte Zahl von 50.000 Rechenzentren erweist sich als erhebliche Übertreibung.

Aber: Der jährliche Strombedarf für den Betrieb der Zentren hat sich von 1998 bis 2008 auf acht TWh fast verfünffacht. Schon allein wegen der Kosten ist Energiesparen daher angeraten.

Die Autoren der Studie weisen daraufhin, dass es bis dato keinen allgemein anerkannten Standard gibt, der die Energie-Effizienz eines Data Centers bewertet. Als internationale Kennwerte gelten allgemein die Power Usage Effectivness (PUE) und die Energy Usage Effectivness (EUE).

Zur Startseite