Tim Höttges

Deutsche Telekom fordert mehr Freiheit bei der Preisgestaltung

19. November 2014
Die Deutsche Telekom pocht auf mehr Freiheit bei der Preisgestaltung. In Städten müsse die Telekom ihre Preise frei gestalten dürfen, weil sie dort oft "nur noch Nummer zwei oder drei" sei, sagte Vorstandschef Tim Höttges in einem Interview der "Rheinischen Post".

Als führender Anbieter im Festnetz unterliegt die Telekom in vielen Fällen der Entgeltregulierung durch die Bundesnetzagentur. Für den ländlichen Raum könnten höhere Preise laut Höttges ein Modell sein, um Investitionen anzulocken. "Abseits der urbanen Räume wäre es prinzipiell wirtschaftlich sinnvoll, wenn wir unsere Großhandelspreise für die Wettbewerber und das Endkundenangebot nach den Kosten ausrichten könnten", sagte er dem Blatt. Allerdings sei das Theorie, er setze eher auf regionale Zuschüsse für den Netzausbau als auf höhere Preise.

Höttges gab sich einmal mehr aufgeschlossen gegenüber der neuen EU-Kommission und dem für Digitale Wirtschaft zuständigen deutschen Kommissar Günther Oettinger. Dieser hatte im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung längere Kündigungsfristen für DSL-Anschlüsse ins Spiel gebracht, um die Profitabilität für die Anbieter zu erhöhen. "Ich kann nur begrüßen, wenn die EU nicht mehr nur sinkende Tarife als wichtigstes Ziel ihrer Telekommunikationspolitik ansieht", sagte Höttges. (dpa/rs)

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