Einsparungen über Plan

Deutsche Telekom will IT-Personal aufstocken

21. April 2008
Von Andreas Schmitz
500 Millionen Euro haben die CIOs der Deutschen Telekom in den vergangenen zwei Jahren in der IT eingespart. Jetzt plant der Bonner Konzern, bis zu 1.200 neue IT-Mitarbeiter einzustellen.

Peter Sany wähnt die CIOs der Deutschen Telekom auf Kurs. Von jenen 800 Millionen Euro, die der Group-CIO als Einsparungen in seinem Kursbuch für die Zeit von 2006 bis 2008 stehen hat, sind bereits 500 Millionen mittels Teamarbeit erreicht. "In jeder Business Unit wurden die Ziele durch ihre CIOs übertroffen. Insgesamt sind wir 100 Millionen über Plan", sagt Sany.

Vor allem via StandardisierungStandardisierung hat die Telekom das Geld hereingeholt. PCs, ServerServer, NetzwerkeNetzwerke, Software: Die gesamte IT-Infrastruktur hat Sany gemeinsam mit seinen Kollegen auf die Waagschale gelegt und entsprechende Standards dafür definiert. "Durch die konsequente Umsetzung der Dual-Vendor-Strategie und das erhöhte Einkaufsvolumen reduziert sich der Preis nach und nach", sagt Sany, der davon ausgeht, dass die Deutsche Telekom bereits im kommenden Jahr bis zu 90 Prozent Standards im Einsatz haben wird. Den Einsatz der IT-Tochter T-Systems hebt der Group-CIO dabei besonders hervor: "Wir haben von der engen Zusammenarbeit profitiert. Aufgrund der Standardisierung laufen die Reduzierungen der IT-Budgets parallel mit den Effizienzgewinnen und Kosteneinsparungen bei T-Systems." Alles zu Netzwerke auf CIO.de Alles zu Server auf CIO.de Alles zu Standardisierung auf CIO.de

Einmal im Jahr überprüft Sany alle Services und Komponenten in einem "vollen" Benchmark. Neue Systeme und Eingriffe in die IT-Architektur unterzieht die Telekom-IT darüber hinaus spezifischen Benchmarks.

"Nur so lassen sich unsere finanziellen Ziele erreichen", ist Sany überzeugt. Zusätzlich kann ein IT-Verantwortlicher, sofern er die Marktpreisentwicklung anders einschätzt, eine sogenannte "Wild Card" ziehen und auch unterjährig die Preise überprüfen.