SAS vor Teradata und Microstrategy

Deutscher BI-Markt im Überblick

07. September 2010
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Der deutsche BI-Markt kennt keine Krise. Die Umsätze von Spezialanbietern legen stetig zu. Beim Einsatz von BI dominiert das klassische Finanz-Reporting, künftig sollen BPM, Business Analytics und mobile BI an Bedeutung gewinnen. Das ergab eine Lünendonk-Analyse.

Selbst im Krisenjahr 2009 konnten Anbieter von Business-Intelligence-Software in Deutschland ihre Umsätze im Schnitt um 7,4 Prozent steigern. Insgesamt betrugen die Inlandsumsätze mit BI-Software 335,3 Millionen Euro (2008: 329,9 Millionen Euro).

BI-Anwendungen für Controlling und Rechnungswesen sowie Dashboards zur Visualisierung und Datenkonsolidierung sind die Wachstumstreiber im BI-Markt.
BI-Anwendungen für Controlling und Rechnungswesen sowie Dashboards zur Visualisierung und Datenkonsolidierung sind die Wachstumstreiber im BI-Markt.

In den nächsten fünf Jahren rechnen die Hersteller von BI-Software mit einem durchschnittlichen jährlichen Marktwachstum von 11,4 Prozent. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2010 prognostizieren sie 10,7 Prozent mehr Wachstum. Zu diesem Ergebnis kommt die Lünendonk-Marktstichprobe "Business IntelligenceBusiness Intelligence als Kernkompetenz", für die das Beratungshaus 32 Anbieter von BI-Software in Deutschland analysierte. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Bis zu 30 Prozent mehr BI-Umsatz

Die fünf umsatzstärksten BI-Anbieter 2009 waren SAS Deutschland (109 Millionen Euro), Teradata Deutschland (55,2 Millionen), Microstrategy Deutschland (22,1 Millionen), Qliktech Deutschland (12,2 Millionen) und Informatica (11,8 Millionen). Der durchschnittliche Inlandsumsatz aller untersuchten BI-Hersteller lag 2009 bei 12 Millionen Euro.

Während einige Anbieter Wachstumsraten von zum Teil 30 Prozent aufwiesen, büßten andere sogar Umsätze ein. Zur ersten Gruppe gehören Unternehmen wie Rapid-i, Qliktech Deutschland und Pmone, zur zweiten Winterheller. Die Firma bietet im Rahmen einer strategischen Entscheidung eine kostenfreie Version ihrer Planungs-Software an.

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