ITK-Fachkräftemangel

Deutschland schottet sich zu sehr ab

25. Oktober 2011
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Die Lage am Arbeitsmarkt für IT-Spezialisten wird immer prekärer - aus Sicht der Unternehmen: Es fehlen immer mehr Fachkräfte, die Lücke wird nur zögerlich aufgefüllt. Der Branchenverband BITKOM fordert im Rahmen einer aktuellen Studie deutlich mehr Maßnahmen zur Abhilfe der Misere.
Foto: Nerlich Images/Fotolia.de

Die deutschen Unternehmen müssen sich auf einen schärferen Wettbewerb am IT-Arbeitsmarkt einstellen. Insgesamt sucht die heimische Wirtschaft rund 38.000 IT-Experten, das entspricht einem Anstieg von 10.000 freien Arbeitsplätzen beziehungsweise einem Zuwachs von 36 Prozent wie eine aktuelle Studie des Hightech-Verbande BITKOM ergab. Danach gehen die befragten Firmen von einem zunehmenden Fachkräftemangel aus. 58 Prozent der Betriebe beobachten demnach einen Mangel an IT-Spezialisten. Das ist ein höherer Wert als in den Boom-Jahren 2007 und 2008.

ITK-Branche zahlt derzeit Spitzengehälter

Rund 16.000 der offenen Stellen entfallen laut Studie auf die ITK-Branche, der Großteil davon auf Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, die überwiegend (84 Prozent) auf der Suche nach Software-Entwicklern sind. Der steigende Bedarf an hochspezialisierten IT-Experten schlägt sich auch in der Gehaltsstruktur der Branche nieder. Im Schnitt stiegen die Bezüge von IT-Mitarbeitern um 4,7 Prozent während andere Fachkräfte in der IndustrieIndustrie durchschnittlich nur 2,7 Prozent mehr Geld erhielten. Damit erhielten im Jahr 2010 Vollzeitbeschäftigte dieser Branche ein Bruttojahresgehalt von 60.100 Euro im Schnitt. Fachkräfte in der Energieversorgung müssen sich mit 59.400, im Fahrzeugbau mit 54.500 Euro zufrieden geben. Top-Firmen der Branche Industrie

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