Smart Data Innovation Lab

Deutschland will weltweite Führungsrolle bei "Smart Data"

08. Januar 2014
Hardware kommt aus Asien, Unterhaltungselektronik auch aus den USA. Beim Umgang mit riesigen Datenmengen will jetzt Deutschland nach vorn.

Die Analyse von immer gewaltigeren Datenmengen soll zum Exportschlager der IT-Branche in Deutschland werden. Mit diesem Vorsatz haben Unternehmen und Forschungsinstitute mit Unterstützung der Bundesregierung eine gemeinsame Initiative gestartet. Im "Smart Data InnovationInnovation Lab", also einem Innovationszentrum für intelligente Daten", wollen Informatiker und Manager zusammenwirken, um unter anderem neue Analysewerkzeuge zu entwickeln. "Das ist die vielleicht letzte Chance, um in der IT-Branche eine weltweit führende Rolle zu spielen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Software AG, Karl-Heinz Streibich, am Mittwoch in Karlsruhe. Alles zu Innovation auf CIO.de

Die Finanzierung für das Zentrum sei noch nicht endgültig vereinbart und werde sich im Rahmen von einigen Millionen Euro bewegen, sagte Ministerialdirektor Wolf-Dieter Lukas vom Bundesforschungsministerium. Der wesentliche Beitrag werde von der Wirtschaft geleistet. Das "Smart Data Innovation Lab" ist eine Initiative im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung. Betreiber der Plattform ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Der Begriff "Big Data" steht für einen herausragenden Trend in der Informationstechnik - Daten fallen zunehmend automatisiert an, wenn technische Geräte Vorgänge jeder Art aufzeichnen. "Wenn wir jede große Industrie-Anlage und jede kleine Kaffeemaschine mit einer IP-Adresse ausstatten, dann entstehen Unmengen von Daten", sagte KIT-Präsident Holger Hanselka vor den Gründungsmitgliedern der Plattform mit Blick auf das Schlagwort vom "Internet der Dinge". Dabei werden nicht nur Computer, sondern technische Geräte aller Art wie zum Beispiel Stromzähler an das globale Computernetz angeschlossen und mit einer Adresse nach dem Internet-Protokoll (IP) ausgestattet. "All das Datenmaterial ist ein Rohstoff des 21. Jahrhunderts, für den neue Geschäftsmodelle entwickelt werden", sagte Hanselka.

Die Ergebnisse des "Smart Data Innovation Labs" (SDIL) würden nicht nur Vorteile für Unternehmen jeder Größe bieten, sondern auch das Leben der Menschen verbessern, sagte Jim Hagemann Snabe, einer der beiden Vorstandssprecher des Software-Konzerns SAPSAP. Die neue Plattform werde den Aufbruch in die digitale Zukunft beschleunigen, sagte der Manager und nannte als Beispiele eine verbesserte Steuerung des Verkehrs und eine personalisierte Gesundheitsversorgung. "Mit dem Smart Data Innovation Lab hoffen wir, dass Big Data nicht nur big bleiben, sondern auch smart werden." Damit ist die Analyse von versteckten Zusammenhängen gemeint, die insbesondere bei der Verknüpfung unterschiedlicher Daten erkennbar werden. (dpa/rs) Alles zu SAP auf CIO.de

Links zum Artikel

Themen: Innovation und SAP

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus