Konkurrent aufgetaucht

Dialog Semiconductor muss um Atmel-Übernahme fürchten

14. Dezember 2015
Ein Unbekannter fährt Dialog Semiconductor bei der geplanten Übernahme des US-Chipkonzerns Atmel in die Parade.
Die Zentrale von Dialog Semiconductor in Reading bei London.
Die Zentrale von Dialog Semiconductor in Reading bei London.
Foto: Dialog Semiconductor

Atmel hat ungefragt ein weiteres Kaufangebot erhalten. Mit 9 Dollar in bar je Aktie dürfte dieses die Offerte von Dialog übertreffen, teilte Atmel am späten Freitag im kalifornischen San Jose mit.

Dialog und Atmel sind sich eigentlich handelseinig bei dem Milliarden-Deal: Dialog bietet den Atmel-Aktionären dabei eine Mischung aus Barem und eigenen Anteilsscheinen. Allerdings war die Dialog-Aktie nach Bekanntwerden der Kaufpläne abgestürzt war, was das Angebot unattraktiver macht. Nach Berechnungen des Finanzdienstleisters Bloomberg entspricht die Offerte aktuell einem Wert von 8,81 Dollar je Atmel-Aktie.

Der Atmel-Verwaltungsrat erklärte nun, mit dem zweiten Interessenten in Verhandlungen zu treten. Es sei jedoch unklar, ob am Ende ein verbindliches Angebot dabei herauskomme. Atmel und Dialog verwiesen in getrennten Mitteilungen darauf, dass das Übernahmeabkommen weiterhin Bestand habe.

Die Atmel-Übernahme durch Dialog ist ohnehin ein Zankapfel: Dialog-Großaktionäre haben den Preis von ursprünglich 4,6 Milliarden Dollar als zu hoch kritisiert. Auf einer Hauptversammlung im November bekam das Dialog-Management jedoch grünes Licht für sein Vorhaben. (dpa/rs)

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