Strategien


IT Service Management

Die 10 Missverständnisse bei ITIL

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Angst, die IT Infrastructure Library (ITIL) degradiere die IT zu einer verlängerten Werkbank, ist unbegründet. Es müssen auch nicht alle Prozesse und Funktionen des Regelwerkes implementiert werden.

Die Anfänge des Regelwerks der IT Infrastructure Library (ITILITIL) reichen bis in die 1980-er Jahre zurück. ITIL V3, die aktuellste Version, kam Mitte 2007 heraus. Was nichts daran ändert, dass über ITIL immer noch Missverständnisse kursieren. Das behauptet zumindest der Dienstleister COC aus Burghausen (bei München). Alles zu ITIL auf CIO.de

COC zählt folgende Irrtümer auf:

1. Das Regelwerk hat nur eine operative Ausrichtung: Diese Annahme greift zu kurz. Grundsätzlich verfolge ITIL eine strategische Ausrichtung und sei damit ein Management-Thema, so die Berater. Daher empfehle sich eine Top-Down-Herangehensweise, wobei die konkreten Prozesse gemeinsam betrachtet und definiert werden sollten.

2. ITIL ist ein Rezeptbuch mit fest definierten Zutaten: Hinter ITIL verbirgt sich eben keine Universallösung, die man ohne individuelle Anpassung über jedes Unternehmen stülpen kann. Das Regelwerk sollte im Rahmen einer Projektmanagement-Methode für das jeweilige Unternehmen angewandt werden.

3. Das Framework funktioniert nur im Ganzen: Stimmt auch nicht. ITIL beinhaltet eine Vielzahl von Prozessen, Funktionen und Phasen. Nicht alle müssen zwingend entwickelt und implementiert werden. Allerdings kann es nicht schaden, den Werkzeugkasten zu kennen.