Gescheiterte Google-Projekte

Die 25 größten Google-Flops

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Chrome Apps, Picasa, Panoramio, Nexus, Project Ara, Hangouts on Air, Google Compare, My Tracks, Google X, Catalogue, Web Accelerator, Answers sind nur einige Beispiele für Google-Projekte, die gescheitert sind. Es gibt noch mehr davon - wir stellen Ihnen die größten Google Flops vor.
Foto: Google

Geniale Erfolge ...

Einige Produkte von GoogleGoogle, das sich seit August 2015 Alphabet nennt, sind genial und finden sofort viele begeisterte Anwender. Google Maps mit Street View. Oder Google Texte und Tabellen. Und natürlich und vor allem die Websuche fallen in diese Kategorie. Auch Android und Google Chrome sind längst Erfolgsmodelle. Alles zu Google auf CIO.de

... Zeit zum Reifen ...

Andere Projekte wie Keep alias Google Notizen brauchen einige Zeit, bis sie reifen (im Falle von Keep kann man das derzeit nur hoffen). Die Nexus-Smartphones wiederum sind keinesfalls ein Misserfolg, sie dominieren aber auch nicht den Smartphone-Markt. Diese Android-Smartphones, die Google von wechselnden Hardware-Partnern produzieren lässt, sind eher eine Art Spielzeug für Technik-Verliebte, wie es eine Huawei-Managerin kürzlich umschrieb. Insofern darf man gespannt sein, ob Google mit den neuen 2016 erscheinenden Nexus-Smartphones deutlich Marktanteile dazu gewinnen kann.

...und Fehlschläge

Die Übernahme des Traditionsunternehmens Motorola im Jahr 2012 war für Google dagegen wenig erfolgreich. 2014 verkaufte Google Motorola an Lenovo. Die Chinesen beerdigten Anfang 2016 die renommierte Handy-Marke. Aber auch noch einige andere Projekte und Angebote scheiterten rundweg. Die Chrome Apps zum Beispiel haben kaum Nutzer gefunden. Aus dem Project Ara entstand bis heute kein einziges fertiges Smartphone, das man kaufen kann. Der Vergleichsdienst Google Compare konnte sich nicht einmal in den USA durchsetzen.

Mitunter stellt Google aber auch Dienste ein, die keineswegs ein Reinfall waren. Wie den Google Reader. Als Google ankündigte, diesen RSS-Dienst einstellen zu wollen, ging ein Proteststurm durch das Web. Doch ohne Erfolg. Denn Google stellt im Rahmen seiner "Putzaktionen" immer wieder mal weniger stark nachgefragte Dienste und Programme ein, um Ressourcen für neue Projekte frei zu bekommen.

Nicht jedes eingestellte Google-Produkt war also tatsächlich ein Flop. Mitunter machte sich Google sogar selbst Konkurrenz, indem es zwei ähnliche Produkte veröffentlichte. Picasa, das eigentlich kein Flop war, aber durch Google Photos Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekam, und Panoramio fallen ebenfalls in diese Kategorie, aber auch Hangouts on Air und My Tracks. Dann zieht Google nach einiger Zeit die Reißleine und stellt eines der doppelt vorhandenen Produkte wieder ein.

Die meisten der hier zusammengestellten Google Flop-Angebote wurden bereits eingestellt, einige wenige sind aber auch noch verfügbar. In einem Fall haben wir ein sehr bekanntes Google-Angebot in unsere Liste aufgenommen, das zwar noch nicht völlig geflopt ist, das aber weit hinter den Erwartungen zurück geblieben ist. Bis heute. Und somit in unseren Augen eben doch ein Flop ist. Die Rede ist von Google+. Zumal Google vor einiger Zeit die zwangsweise Bindung eines Gmail-Kontos an ein Google+-Profil beendet hat. Im November 2015 ging Google dann dazu über Google Plus auf Themen-Communities auszurichten.

Google Notizen (Keep)
Google Notizen (Keep)

Nicht in unsere Galerie haben wir Projekte wie die Android-Apps Bump und Flock aufgenommen. Weil diese nicht im eigentlichen Sinne gescheitert sind, sondern aufgrund von strategischen Überlegungen und nach einer Übernahme eingestellt wurden. Ebenso verzichteten wir auf die Vorstellungen von Google-Diensten wie den Paket-Lagerdienst Bufferbox, die es nur in den USA gab. Und auch das eingestellte Quickoffice für Android und iOS ist kein Flop - die Office-Suite war ganz im Gegenteil überaus erfolgreich. Nur hat Google sie aufgekauft und ihre Funktionen in seine eigene Office-Suite übernommen.

Die lange Zeit tot gesagten Chromebooks scheinen dagegen ihren Platz zu finden. (PC-Welt)

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