Massive Reaktionen auf Studie

Die 25 gefährlichsten Städte für Outsourcing

13. März 2009
Von Stephanie Overby und
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Wenn Sie einen Outsourcing-Vertrag mit Firmen in Bogota, Bangkok oder Johannesburg geschlossen haben, ist Vorsicht geboten. Sie führen das Ranking gefährdeter Städte in einem aktuellen Report an. Im Forum unserer Schwesterpublikation CIO.com führte der Artikel zu heftigen Diskussionen.

Terroranschläge in Mumbai, Entführungen in Mexiko und ein völlig überraschender Bilanzskandal um den indischen IT-Dienstleister Satyam rüttelten in den vergangenen Monaten am Bild vom sicheren und problemlosen Offshoring. Die Entwicklungen bringen CIOs in die Klemme. Vielen ist unklar, ob das Mantra nun "schneller und billiger" oder "sicher und stabil" lauten soll.

"US-Kunden bekamen die Störungen zu spüren und haben ihren Glauben in den sicheren - vor allem indischen - Offshoring-Markt verloren", sagt Doug Brown. Er ist Chef der Outsourcing-Firma Brown-Wilson Group und hat den Report "2009: The Year of OutsourcingOutsourcing Dangerously" verfasst. "CIOs legen gerade Offshore-Projekte auf Eis, die vor einem Jahr noch Routine gewesen wären. Sie suchen nach Alternativen, die mit weniger Risiken verbunden sind." Unsere US-Schwesterpublikation CIO.com stellt die Ergebnisse des Reports vor. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Regierungen in Südafrika, Kolumbien, Malaysia, Thailand und Mexiko haben kaum Initiativen angestoßen, um die Ängste der Outsourcing-Kunden zu zerstreuen. Ähnlich verhält es sich mit den Philippinen und Brasilien. In Indien mangelt es häufig an der notwendigen Infrastruktur. Der Report hat aber auch Positives für einige Länder übrig. Warme Worte gibt es etwa für Polen, Irland, Tschechien, Chile und Ägypten.

Terrorismus, drohende Kriege, Katastrophen, Netzwerkzusammenbrüche, Umweltprobleme, Kriminalität und Krankheiten - all das sind laut Brown Risikofaktoren fürs Outsourcing. Der Trend gehe zum Outsourcing in nahe Länder oder sogar ins Heimatland, will der Brown-Wilson Chef wissen.

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