Microsoft weit vor SAP und Oracle

Die 25 größten Software-Anbieter

06. Juni 2011
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
In Deutschland liegt laut einer neuen Lünendonk-Liste Microsoft weit vor SAP und Oracle bei Standard-Software. Künftig werden sie ihr Geld verstärkt mit Beratung und Integration verdienen.
Schon wieder Erster: Microsoft-Chef Steve Ballmer freut sich über die Spitzenposition bei Standard-Software in Deutschland.
Schon wieder Erster: Microsoft-Chef Steve Ballmer freut sich über die Spitzenposition bei Standard-Software in Deutschland.
Foto: IDG News Service

Das Marktvolumen von Standardanwendungen, Systemsoftware und Tools ist 2010 in Deutschland um 2,4 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro gestiegen. Das belegen Erhebungen des Branchenverbands Bitkom und der EITO. Im Jahr 2009 betrug die Summe der Ausgaben 14,2 Milliarden Euro.

Wer die größten Stücke vom letztjährigen Umsatzkuchen bekam, zeigt die Lünendonk-Liste der Standard-Software-Unternehmen. Sie führt die 25 Top-Unternehmen in Deutschland auf, die rund 60 Prozent ihrer Umsätze mit Standard-Anwendungen machen. Diese 25 Firmen kamen demnach 2010 auf Umsätze von fast 8,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem inländischen Marktanteil von 59 Prozent (2009: 55 Prozent).

Microsoft liegt, wie im Vorjahr, vor SAP, Oracle und Datev. Insgesamt freuen sich die Anbieter von Standard-Software in Deutschland über höhere Umsätze als im Krisenjahr 2009.
Microsoft liegt, wie im Vorjahr, vor SAP, Oracle und Datev. Insgesamt freuen sich die Anbieter von Standard-Software in Deutschland über höhere Umsätze als im Krisenjahr 2009.
Foto: Lünendonk

Branchenführer Microsoft konnte im Jahr 2010 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 300 Millionen auf geschätzte 2,8 Milliarden Euro steigern. Das Unternehmen liegt damit um rund 600 Millionen Euro vor dem ärgsten Konkurrenten SAP. Im Unterschied zu dem Mitbewerber aus Walldorf konnte Microsoft auch die Anzahl der Mitarbeiter von 2.700 auf 2.800 leicht steigern, während die Zahl der SAP-Mitarbeiter von gut 14.900 auf rund 14.500 sank.

Auf den Plätzen folgen - allerdings nach Umsatzzahlen weit abgeschlagen - Oracle (839 Millionen Euro) und Datev (knapp 700 Millionen Euro). Beide Unternehmen konnten wie der Tabellenführer die Zahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr 2009 ebenfalls steigern.

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