Nexus 4, Nexus 7, Nexus 10

Die 3 neuen Google Nexus im Überblick

06. Dezember 2012
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Google hat seine Nexus-Serie erweitert. Ab sofort können Kunden zwischen einem neuen Smartphone, ein neuem Tablet und einer Geräteklasse dazwischen wählen.
Die drei aktuellen Nexus-Produkte von Google.
Die drei aktuellen Nexus-Produkte von Google.
Foto: Google

Google liefert zur jeden neuen Version seines mobilen Betriebssystems AndroidAndroid eine Beispiel-Hardware aus der Nexus-Serie. Die Nexus-Produkte unterscheiden sich deutlich von den Produkten anderer Hersteller: Sie zeigen nicht nur, wie sich GoogleGoogle ein Android-Produkt vorstellt, sondern verwenden auch die jeweils aktuellste Version des Betriebssystems. Wer sich für ein Nexus-Gerät entscheidet, erhält dementsprechend zugleich ein Android-System ohne Anpassungen der Hersteller. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de

Ein weiterer Vorteil ist der schnellere Zugriff auf Updates des Betriebssystems. Normalerweise müssen Google, der Hersteller und der Mobilfunkanbieter ein Update freigeben - Nexus-Geräte können hier mindestens einen Mittelmann übergehen.

Die eigentliche Hardware stellt Google nicht selbst her, der Konzern kooperiert mit unterschiedlichen Produzenten. So wurden Nexus-Produkte bislang beispielsweise von Samsung, HTC oder Asus gefertigt. Fast wirkt es, als nutzt Google seine Nexus-Serie, um die Hersteller-Verteilung im Markt zu kontrollieren oder weniger starke Hersteller zu fördern. Die aktuelle Serie wird von LG, Asus und Samsung gefertigt.

Nexus 4: Das Smartphone mit Android Jelly Bean 4.2

Das Nexus 4 ist der Prototyp, ein Android-Smartphone wie es sich Google vorstellt. Das Gerät bietet einen IPS-Bildschirm mit einer Diagonale von 4,7 Zoll, die Auflösung liegt bei 1280 x 768 Pixel, damit liegt es in dieser Geräteklasse im oberen Bereich. Im Inneren arbeitet ein Qualcomm S4-Prozessor, dieser verfügt über vier Kerne und ist mit 1,5 GHz getaktet. Dem Prozessor stehen 2048 MByte Arbeitsspeicher zur Seite, deutlich mehr als bei vielen anderen Android-Geräten.

Beim Speicher nimmt sich Google leider zu sehr ein Beispiel an AppleApple: Das Nexus 4 gibt es wahlweise mit 8 GByte oder 16 GByte integriertem Speicher. Kunden müssen mit diesem auskommen, denn es gibt keinen Steckplatz für zusätzliche Speicherkarten. Dafür sind moderne Funktionen wie der Nahfunk NFC oder kabelloses Laden integriert. Alles zu Apple auf CIO.de

Die neue Nexus-Serie ist das erste offizielle Google-Produkt, das mit Android Jelly Bean, Version 4.2 ausgestattet ist. Dieses setzt auf Android 4.1 auf, allerdings scheint Google etwas geschlampt zu haben. So fehlt dem Kalender beispielsweise der Monat Dezember - warum auch immer.

Der größte Pluspunkt für das Nexus 4 ist der Preis. Die Version mit 8 GByte Speicher ist für 299 Euro ohne Vertrag erhältlich, die 16-GByte-Variante kostet 349 Euro. Das ist für ein Smartphone in dieser Leistungsklasse ein sehr guter Preis.