Fachkräfte dringend gesucht

Die 3 Typen der Big-Data-Experten

21. Mai 2013
Von Nicolas Zeitler
Multitalent, Statistikexperte oder gar bildender Künstler? Neue Berufsbilder von Fachleuten für die Analyse riesiger Datenmengen sind im Entstehen. Eines ist bereits sicher: Die Experten sind rar und begehrt.
Typ I: Der Alleskönner
Typ I: Der Alleskönner
Foto: Sven Hagolani/Getty Images

Auch das noch: Die Knappheit an gut ausgebildeten IT-Fachkräften ist unter CIOs ein weit verbreitetes und gefürchtetes Phänomen. Und innerhalb des allgemeinen Mangel-Szenarios zeichnet sich jetzt noch ein zunehmender spezieller Notstand ab. Je mehr sich das Hype-Thema Big DataBig Data in Unternehmen in tatsächlichen Projekten zur Analyse riesiger, unstrukturierter Datenberge manifestiert, desto mehr wächst der Bedarf an Experten auf diesem Gebiet. Wen genau IT-Chefs für diese Aufgaben einstellen sollten, ist gleichzeitig noch unklar. Die Profile von Big-Data-Experten schälen sich erst langsam heraus. Alles zu Big Data auf CIO.de

Laut der jährlichen Trendumfrage des IT-Branchenverbands Bitkom ist Big Data nach Cloud ComputingCloud Computing und mobilen Anwendungen 2013 das wichtigste Thema. Und aus Sicht der IT-Berater von Accenture ist der FachkräftemangelFachkräftemangel auf diesem Gebiet bereits im Kommen. Auf Online-Stellenbörsen im deutschen Markt habe eine Suche nach "Big Data" mehr als 1000 Angebote ausgespuckt, sagt Jörg Besier, Analytics-Chef für die DACH-Region bei Accenture. Der Befund lässt aus seiner Sicht eine ähnlich starke Entwicklung erwarten wie in Ländern wie etwa Großbritannien, in denen schon mehr Unternehmen Big-Data-Analysen durchführen als hierzulande. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de

Stundensätze für freie Big-Data-Experten

In welchem Ausmaß IT-Abteilungen die Suche nach Big-Data-Fachleuten verstärken, verdeutlicht eine Auswertung der Freiberuflervermittlung Gulp für unser Magazin. 2012 verzeichnete das Portal 348 Projektanfragen nach Freelancern mit einer Spezialisierung auf Big Data - zwar an sich keine große Zahl, aber fünf Mal so viel wie im Jahr zuvor. Und die Stundensatzforderungen dieser Spezialisten liegen mit 79 Euro gut fünf Euro über dem Durchschnitt aller rund 80.000 bei Gulp eingetragenen IT- und Engineering-Freelancer. Fast 60 Prozent der Big-Data-Experten verlangen zwischen 70 und 90 Euro in der Stunde, während sich nur 40 Prozent aller Freelancer in diesem Bereich bewegen.

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