Lessons Learned aus Projekten

Die 5 größten Hürden bei Smart Grids

18. August 2010
Von Michael  Trampert
Wohin man auch blickt – die Energie-Welt scheint nur mehr "smart" zu sein. Michael Trampert von Capgemini zieht aus IT-Sicht eine Bilanz der ersten "lessons learned" aus den Smart-Metering und Smart-Grid-Projekten.
Michael Trampert ist verantwortlich für "Smart Energy Services" bei Capgemini in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Michael Trampert ist verantwortlich für "Smart Energy Services" bei Capgemini in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Als am 14. August 2003 ein riesiger Stromausfall weite Regionen der USA und Kanada (mit insgesamt 55 Millionen Betroffenen) lahmlegte, dämmerte auch dem letzten Verantwortlichen, dass die nordamerikanischen Stromnetze Spitzenbelastungen schon lange nicht mehr standhielten. Jahrzehnte mangelnder Infrastruktur-Investitionen begannen sich zu rächen. Es wurde ein riesiges "Aufholprogramm" beschlossen, die nordamerikanischen Stromnetze leistungsfähiger, "smarter" zu machen.

Die Netze "smarter", intelligenter zu machen, heißt, sie mit intelligenten Sensoren und automatisierten Switches auszustatten. Teil dieser Modernisierungsprogramme war und ist Smart Metering. Vom Austausch der alten analogen Stromzähler, die nur vor Ort abgelesen werden konnten, durch moderne digitale Stromzähler ("smart meter"), die fern-abgelesen werden können, versprach man sich letztendlich auch eine Reduktion des Stromverbrauchs.

Es wurden in der Folge große Summen öffentlicher Gelder in Infrastrukturprogramme für die Stromnetze (Smart Grids) und für Smart Metering bereitgestellt, wie zum Beispiel bei Hydro One in Ontario, Kanada oder SDG&E (San Diego Gas & Electric) in Kalifornien, USA.

Mittlerweile gibt es auch in Europa solche ProjekteProjekte. Flächendeckendes Smart Metering gibt es schon in Italien und Schweden, weitere Länder - auch Deutschland - werden folgen. Alles zu Projekte auf CIO.de