Riskante Berufe

Die 7 gefährlichsten IT-Jobs

12. Juli 2012
Von Elsa Wenzel und
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Dagegen ist der Büro-Job des CIO entspannt: ITler riskieren ihr Leben bei der Reparatur von Internetkabeln auf See, andere arbeiten unter hohem Psycho-Druck.
In diesen Berufen setzen ITler ihr Leben aufs Spiel.
In diesen Berufen setzen ITler ihr Leben aufs Spiel.
Foto: caldera - Fotolia.com

Es gibt zahlreiche gefährliche IT-Jobs. Bei den einen setzt man sich seelischen Belastungen aus, bei den anderen riskiert man sein Leben. Unsere amerikanische Schwesterpublikation PC World stellt sieben solcher Berufe vor.

1. Internetkontrolleure

Stellen Sie sich vor, Sie müssten sich den kompletten Arbeitstag lang Bilder und Videos mit Gewalt, Folter und Kindesmissbrauch ansehen. Dieses Berufsbild gibt es, und die Nachfrage steigt. Internetkontrolleure werden dafür bezahlt, all die schrecklichen Bilder zu finden und auszusortieren. Die psychische Belastung ist enorm hoch, für einige zu hoch.

2. Mitarbeiter in Elektronikfabriken

Sicherheitsnetze sind die traurige Erinnerung daran, dass in einer chinesischen Elektronikfabrik seit Januar mehr als zehn Mitarbeiter in den Tod gesprungen sind. Die Belastung soll dort extrem hoch sein, Menschenrechtsorganisationen kritisieren, wie Arbeitnehmer massiv unter Druck gesetzt werden.

Auch andere Fabriken stehen in der Kritik: Dort werden Arbeiter beim Testen von Microchips für Samsung einer Strahlung ausgesetzt, die Krebs verursacht.

Tote bei Unfällen auf Fernmeldetürmen

3. Unter Wasser Internetkabel reparieren

Mehr als 99 Prozent der weltweiten Internetverbindungen kommen nicht von Satelliten, sondern von Kabeln, die unter Wasser die Ozeane durchlaufen und die Kontinente miteinander verbinden. Werden die Kabel von einem Erdbeben oder auch nur von einem Anker beschädigt, müssen sie repariert werden. Rund 70 Schiffe sind weltweit mit der Installation und Reparatur beschäftigt.

4. Auf Fernmeldetürme klettern

Wer in extremen Höhen arbeitet, ist immer Risiken ausgesetzt. Techniker, die auf Fernmeldetürme klettern, um neue Geräte zu installieren und alte zu warten, arbeiten in einem der gefährlichsten Berufe der Welt. 2006 gab es allein in den USA 18 Tote.

5. Recycling von Elektroschrott

Um sich ein paar Dollar zu verdienen, zerlegen Menschen Elektroschrott und setzen sich dabei Gefahren aus. Experten berichten von indischen Kindern, die ungeschützt mit ihren Sandalen Monitore einschlagen - in der Hoffnung etwas zu finden, das sie weiterverkaufen können. Andere Menschen zünden PVC-Kabel an, um so auf Kupfer zu stoßen.

6. Konflikt-Mineralien abbauen

Die sogenannten Konflikt-Mineralien sind in der Elektronik-Welt das Pendant zu den Blutdiamanten. Menschenrechtsexperten gehen davon aus, dass sich in jedem Handy, Laptop und PC solche Konflikt-Mineralien wie Tantal, Wolfram und Gold befinden, die im Ostkongo unter schlimmen Bedingungen abgebaut werden.

7. In Kriegsgebieten arbeiten

Ein gefährlicher Job ist eine Sache, eine Beschäftigung in einem Kriegsgebiet ist noch gefährlicher. In Kriegsgebieten wie Afghanistan riskieren Mitarbeiter des Militärs und Angestellte von Privatfirmen ihr Leben, um beispielsweise die Kommunikations-Infrastruktur der Bevölkerung und des Militärs aufzubauen.