Ärger und hohe Schäden

Die 9 spektakulärsten Software-Pannen 2011

29. Dezember 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Rückzahlungen an Anleger in Millionenhöhe oder verspätete Gehälter: Software-Pannen kosteten Unternehmen auch 2011 viel Geld. SQS listet die schlimmsten auf.

Sie ärgerten Nutzer, führten zu Imageverlusten und schadeten Unternehmen finanziell: Das Software-Unternehmen SQS Software Quality Systems AG hat neun schwerwiegende Software-Pannen aus dem Jahr 2011 zusammengestellt.

1. Software-Fehler kostet 240 Millionen Dollar

Software-Pannen sind nicht nur teuer, sondern können auch schnell dem Ruf eines Unternehmens schaden.
Software-Pannen sind nicht nur teuer, sondern können auch schnell dem Ruf eines Unternehmens schaden.
Foto: A. Dean/Fotolia.com

25 Millionen Dollar Strafe verhängte die US-Finanzaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) einem internationalen Finanzdienstleister. Grund dafür war, dass dieser zuvor einen Fehler in einer Software-Anwendung eines Investment-Fonds vertuscht hatte. Den geprellten Anlegern musste das Unternehmen den entstandenen Schaden in Höhe von 217 Millionen Dollar erstatten.

2. Hunderttausende Gehaltszahlungen verzögert

Durch einen Software-Fehler bei einer der größten BankenBanken Japans fielen landesweit rund 5.600 Geldautomaten für 24 Stunden aus. Um die Systemwiederherstellung zu beschleunigen, wurden alle 38.000 Geldautomaten vom Netz genommen. Auch Online-Banking war über mehrere Tage nicht möglich. Lohnüberweisungen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar konnte die Bank erst mit einer Verzögerung von zehn Tagen bearbeiten. Top-Firmen der Branche Banken

3. Kunden können an Bankautomaten uneingeschränkt Geld abheben
Im australischen Sydney, Melbourne und Brisbane konnten Kunden in diesem Jahr über fünfeinhalb Stunden uneingeschränkt Geld an 40 defekten Automaten abheben. Eine Störung in der Datenbanksoftware hatte die Automaten in den Stand-by-Modus versetzt. So erkannten die Geräte weder die Grenze des Tageslimits, noch wussten sie, ob das Konto genügend gedeckt war.

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