CRM am iPad, Outlook am Handy

Die Anwender-Wünsche an Cloud-Apps

30. November 2011
Von Kolja Kröger
Mehr Freiheit für den Anwender versprechen Cloud Apps, an PCs, Tablets und Smartphones. Aber nicht jede App ist für jedes Gerät geeinget.
Heiko Henkes ist Senior Analyst bei techconsult in Kassel.
Heiko Henkes ist Senior Analyst bei techconsult in Kassel.
Foto: techconsult

300 kleine und mittlere Firmen hat techconsult-Analyst Heiko Henkes befragen lassen, das nun veröffentlichte Ergebnis heißt: "Cloud Apps auf dem Vormarsch". Demnach sind Anwender auf diesem Gebiet zwar noch unsicher, haben aber schon gute Vorstellungen davon, auf welchen Geräten sie sich welche Anwendungen in Form von "Apps" einsetzen könnten.

Bei allen Programmen, die aus der Cloud kommen, sehen sie den größten Nutzen nach wie vor auf Desktop-Rechnern und Notebooks (siehe Grafik). Den Einsatz auf SmartphonesSmartphones und TabletsTablets kann man sich in den untersuchten Firmen ebenso vorstellen, auch wenn diesen Geräten beim Gebrauch von Cloud Apps für das Business tendenziell weniger Nutzen zugesprochen wird. Als sinnvollste Apps gelten E-Mail und Terminplanung, mit einigem Abstand gefolgt von CollaborationCollaboration und dem Zugriff auf Intranet-Dienste. Alles zu Collaboration auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Die große Freiheit

Diese Cloud Apps sind für KMUs interessant.
Diese Cloud Apps sind für KMUs interessant.
Foto: techconsult

Laut Henkes "ist sicherlich die Kombination aus Steckdosen-Rechenleistung, automatisierter Datenspeicherung, flexiblen Bezahl- und Abrechnungsmodellen und der zunehmenden Endgeräteunabhängigkeit" ein wichtiges Einsatzkriterium für Cloud Apps. Vor allem gehe es aber um "die Reduzierung von Abhängigkeiten beziehungsweise die Gewinnung von Freiheiten". Mobilität ist ein Business-Faktor, sonst würden die Anwender derartige Programme kaum für mobile Geräte in Betracht ziehen.

Doch brauchen Anwender für die Mitnehm-IT nicht alle Funktionen der Software, die sie auf dem PC Nutzen. Während für Tablets bei E-Mail, ERP, Datenbanken und Software-Eigenentwicklungen der volle Funktionsumfang gewünscht wird, braucht ein gutes Drittel nur Kernfunktionen der Terminplanung. Bei CRM-Software reichen diese schon für 58,8 Prozent aus. Bei Collaboration-Tools und Apps für die Finanzbuchhaltung hätten etwa 20 Prozent gerne Zusatzfunktionen auf ihrem Tablet-PC, während den übrigen die Desktop-Ausstattung genügt.