Jahresbilanz 2010

Die Baustellen bei Microsoft

18. Januar 2011
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Verglichen mit 2009 war 2010 für Microsoft wie ein Sabbatcial mit Erholungsgarantie, meint CIO.com-Autor Shane O’Neill. Aber von paradiesischen Verhältnissen ist der Software-Konzern weit entfernt.
Kann für 2010 eine etwas ruhigere Bilanz vorlegen: Microsoft-Chef Steve Ballmer.
Kann für 2010 eine etwas ruhigere Bilanz vorlegen: Microsoft-Chef Steve Ballmer.
Foto: Microsoft

Wäre Microsoft-Boss Steve Ballmer die britische Queen, hätte er 2009 wohl als "Annus horribilis" bezeichnet: Im vierten Quartal seines Fiskaljahres musste der von ihm geführte Konzern einen Umsatzeinbruch von 17 und einen Gewinnverlust von 29 Prozent hinnehmen - so viel wie noch nie in der 35 Jahre dauernden Historie des Konzerns. Zudem gab es das erste Mal in der Firmengeschichte Entlassungen in größerem Stil zu beklagen.

Verglichen damit ist das Jahr 2010 in deutlich ruhigerem Fahrwasser verlaufen, meint unser Kollege Shane O’Neill von CIO.com. Einen der größten Siege konnte der Software-Konzern ausgerechnet im Bereich der Spielekonsolen einfahren: Die drahtlose Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360 ging in den ersten Monaten nach der Veröffentlichung mehr als 2,5 Millionen Mal über die Ladentheken dieser Welt.

Auch im professionellen Bereich konnte MicrosoftMicrosoft Boden gutmachen: Die Verbreitung von Windows 7 wächst, weil die von seinem Vorgänger XP ermüdeten Unternehmen nun mehr und mehr neue Rechner kaufen und zudem bestehende Hardware auf das neue Betriebssystem migrieren. Sogar im von GoogleGoogle scheinbar auf ewig dominierten Markt der Suchmaschinen kann Microsoft punkten: Bing steigerte seinen Marktanteil eineinhalb Jahre nach dem Launch um immerhin 50 Prozent. Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Bewegung nach vorne gibt es auch bei anderen Themen. So legte der ehemalige Quasi-Monopolist bei Standard-Applikationen für den Desktop ein deutliches Bekenntnis zum Cloud ComputingCloud Computing ab und bietet mit Windows Azure sowie Office 365 sowohl eine Plattform als auch Basisapplikationen für das Rechnen in der Wolke. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de