Drei von vier CIOs sehen veraltete Software nicht als Internet-fähig an

Die Bürde mit den Alt-Systemen

02. Oktober 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
82 Prozent der CIOs schätzen, dass die Hälfte der Software in deutschen Firmen älter als zehn Jahre ist. Die Mehrheit glaubt nicht, dass diese Systeme für das Internet oder mobile Endgeräte wie Handys fit gemacht werden können. Das geht aus einer Umfrage der Software-Initiative Deutschland hervor.
Deutsche Firmen sehen, was ihre Software angeht, ziemlich alt aus, glauben CIOs.
Deutsche Firmen sehen, was ihre Software angeht, ziemlich alt aus, glauben CIOs.

Deutschland ein moderner High-Tech-Standort? Das glauben die CIOs wohl kaum: Mit 45 Prozent schätzt fast jeder zweite, dass die Hälfte der heute eingesetzten Firmen-Software sogar älter als zwanzig Jahre ist. Das heißt aus ihrer Sicht auch, dass damit nicht mehr effektiv gearbeitet werden kann: Knapp jeder Dritte (30 Prozent) hält es für "praktisch unmöglich", die alten Systeme Webbrowser-fähig zu kriegen. Weitere 45 Prozent stimmen dieser Meinung mindestens zum Teil zu.

Die meisten CIOs halten Alt-Software nicht für Webbrowser-fähig.
Die meisten CIOs halten Alt-Software nicht für Webbrowser-fähig.

Noch deutlicher fällt das Urteil bei der Frage aus, ob Altsoftware Handy-tauglich gemacht werden kann: 41 Prozent halten das für komplett unmöglich, weitere 39 Prozent vertreten diese Position in etwas abgeschwächter Form.

Außerdem stellen die CIOs ihrer eigenen Zunft kein gutes Zeugnis aus. Nur jeder Fünfte (22 Prozent) ist davon überzeugt, dass die in den Unternehmen eingesetzte Software zu hundert Prozent dokumentiert ist. Immerhin zwei Drittel gestehen zu, dass das zu 80 Prozent der Fall ist.

Zwar alt, aber nicht raus

Damit klafft eine deutliche Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit: 75 Prozent der Umfrage-Teilnehmer wünschen sich, dass die bestehenden Alt-Systeme vollständig in die aktuellen Geschäftsprozesse integriert werden können. Immerhin jeder Zehnte allerdings hält diese Forderung für falsch.

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