Moderne Arbeitskonzepte

Die Bürotür ist out

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Die Bürowelt ist in Bewegung. Mitarbeiter sollen heute den Arbeitsplatz frei wählen und sich in offenen Räumen vernetzen.

Moderne Büros haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind von Glas umgeben. Offene Räume sind das Herz, kleine Besprechungszimmer der Kopf und Kommunikationsnetzwerke der Puls der heutigen Arbeitswelt. Nach Meinung von Arbeitsforschern ist dabei die Vernetzung der Mitarbeiter der springende Punkt. Flexibilität ist das Grundprinzip und Angestellte haben die Freiheit, dort zu arbeiten, wo sie möchten. Stefan Rief, Leiter des Competence Center "Workspace InnovationInnovation" beim FraunhoferFraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), nennt das Multilokalität (siehe auch Stefan Rief im Interview): "Mitarbeiter suchen sich unterschiedliche Orte, um ihrer Tätigkeit nachzugehen. Flexibilität ist für sie nicht nur eine Floskel, sondern gewollt." Top-500-Firmenprofil für Fraunhofer Alles zu Innovation auf CIO.de

Das IAO in Stuttgart erforscht die Zukunft dieser Multilokalität. Mit dem gewonnen Wissen berät das Institut Unternehmen und versucht im Einzelfall das Wechselverhältnis zwischen Arbeitsraum, Arbeitsgestaltung und Technologie zu analysieren. Laut Rief ist es für die Firmen bedeutungslos, wo die Angestellten gerade sind: "Viele Menschen sind heute nicht mehr an ihr Unternehmen gebunden, da sie unterwegs oder vom Home-Office arbeiten. Wichtig ist, dass sie den Ort als attraktiv empfinden." Dass Angestellte heute weniger ortsgebunden sind als noch vor wenigen Jahren, deckt sich mit den Ergebnis einer IDC Studie: Bereits 2008 stellten mobile Arbeitnehmer rund 49 Prozent der etwa 198 Millionen Erwerbtätigen in Westeuropa. Und die Zahl wächst stetig weiter: Bis 2013 erwarten die Analysten insgesamt 129,5 Millionen Beschäftigte, die einer mobilen Tätigkeit nachgehen.

Klassische Büros sind kontraproduktiv

Klassische Büros sind nach Meinung der Forscher kontraproduktiv: Kleine Büroeinheiten erschweren die Kommunikation untereinander und technisch veraltete Hilfsmittel verzögern den Arbeitsprozess. Zudem müssen sich Unternehmen in den nächsten Jahren mit dem demographische Wandel und seinen Konsequenzen stärker als bisher auseinandersetzen. Die Firmen müssen als Arbeitgeber interessant sein, um den "War for Talents" nicht zu verschlafen. Flexible Arbeitsbedingungen können eine Lösung sein, da junge Talente nach attraktiven Arbeitsbedingungen Ausschau halten.

Mit der Vielfalt neuer Konzepte sind die Anforderungen an die IT-Abteilungen und Personal-Manager gewachsen. Konzepte zu den Themen Desk-Sharing oder Bring your own Device (ByoDByoD) werden von Experten gefordert. Dennoch wird ByoD von vielen Firmen bei der Umgestaltung ausgegrenzt. So implementieren weder SiemensSiemens noch Telefónica, deren Bürokonzepte noch erläutert werden, derzeit eine entsprechende IT-Struktur und setzen vollständig auf die zur Verfügung gestellten Geräte. Für die IT-Leiter in den Unternehmen sind die komplexe Umsetzung und mögliche Sicherheitsrisiken immer noch die Hauptgründe für die Ausgrenzung von ByoD. Doch wie sehen moderne Arbeitsplatzkonzepten in den Firmen konkret aus? Wir haben uns in drei Unternehmen umgeschaut, die neue Wege bei der Arbeitsplatzgestaltung gehen. Top-500-Firmenprofil für Siemens Alles zu BYOD auf CIO.de

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