Investitionen in Internet-Dienstleistungen steigen

Die Digitale Wirtschaft brummt

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die Digitale Wirtschaft ist im Aufwind. Die positive Entwicklung ist vor allem auf VoIP und Web 2.0-Technologien zurückzuführen. Aufgrund der guten Konjunktur-Aussichten wollen die Unternehmen vermehrt Mitarbeiter einstellen. Zu diesen Schlüsselergebnissen kommt der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) im Rahmen einer Langzeitstudie unter seinen Mitgliedern.

Insgesamt rechnen die befragten Unternehmen für 2006 mit einem Umsatzzuwachs von mehr als 17 Prozent. Im Gegensatz zu 2004, in dem sich die positive Umsatzentwicklung noch nicht signifikant auf die Beschäftigtenzahlen auswirkte, haben die Firmen im vergangenen Jahr jedoch wieder verstärkt Mitarbeiter angestellt.

Mehr Neueinstellungen geplant

Dieser Trend soll sich im laufenden Jahr noch verstärken. Die Agenturen gehen davon aus, dass sie Ende 2006 rund 13 Prozent mehr Mitarbeiter haben werden als im Vorjahr - bei steigender Bereitschaft, auch ältere Mitarbeiter jenseits der 45 Jahre einzustellen.

Bei aller Euphorie gibt es jedoch auch einen Wermutstropfen. So ist es nach Auffassung der Umfrageteilnehmer in den letzten beiden Jahren wieder deutlich schwieriger geworden, geeignetes Personal zu finden. Ein Grund ist unter anderem das unzureichende Hochschulangebot.

Die Politik müsste deshalb ein flexibles und praxisnahes Bildungssystem erarbeiten, die Wirtschaft ist aufgefordert, ausreichend Angebote für die berufliche Aus- und Weiterbildung zu schaffen.