Was Analysten und Berater vom Kauf halten

Die Folgen des Oracle-Sun-Deals

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mit der Übernahme betritt Oracle den Hardware-Markt. Im Vergleich zu IBM ist die Ellison-Company damit gut aufgestellt. Zweifelhaft ist allerdings, ob Oracle mit anderen Serverherstellern mithalten kann.
Oracle-Chef Larry Ellison geht gern Einkaufen. Seit 2005 hat er sich mehr als 50 Unternehmen geschnappt.
Oracle-Chef Larry Ellison geht gern Einkaufen. Seit 2005 hat er sich mehr als 50 Unternehmen geschnappt.
Foto: Oracle

Im Wettrennen auf dem IT-Markt legt OracleOracle Tempo zu. Der Gigant aus dem Silicon Valley kauft den Serverhersteller Sun Microsystems, der eigentlich auf der Liste von Oracle-Konkurrent IBMIBM stand und bereits Fusionsgespräche führte. Rund 7,4 Milliarden US-Dollar ist der Deal Unternehmens-Chef Larry Ellison wert. Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de

Laut Analysten eine vernünftige Investition. So erklärt Lynn-Kristin Thorenz, Senior Consultant bei Pierre Audoin Consultants (PAC): "Von der Software her betrachtet macht der Kauf Sinn. Sun stellt die Basis-Technologie für die Middleware-Plattform Fusion bereit. Für Oracle ist es wichtig, diese Technologie selbst anbieten zu können und nicht dem Wettbewerber zu überlassen."

Hinzu komme, so die Beraterin weiter, dass das Unternehmen mit diesem Schritt Kunden des Datenbankverwaltungssystems MySQL einkaufe. An denen hatte auch IBM großes Interesse.

Stefan Ried, Senior Analyst Vendor Strategy Professionals bei Forrester, fügt an: "Oracle erweitert mit der Sun-Akquise sein Portfolio. Das Unternehmen hat sich bisher in den Bereichen Middleware/Infrastruktur und Geschäftsanwendungen etabliert, nun betritt es auch den Hardware-Bereich." Damit zeige sich Oracle im Vergleich mit Konkurrent IBM gut aufgestellt.

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