iPhone OS 4, iLife, Apps

Die Gerüchte um das neue Apple-Tablet

25. Januar 2010
Am Mittwoch, den 27. Januar, will Apple-CEO Steve Jobs seinen nächsten Coup enthüllen. Wir wagen einen Blick nach vorn und zeigen, was an den Gerüchten um Tablet, iPhone-OS 4 und iLife dran ist. Ein Kommentar des Chefredakteurs unserer Schwesterpublikation Macwelt.
Unser Experte: Macwelt-Chefredakteur Sebastian Hirsch.
Unser Experte: Macwelt-Chefredakteur Sebastian Hirsch.

Irgendjemand hat es mal ausgerechnet: Eine halbe Milliarde Dollar soll die Werbung wert gewesen sein, die AppleApple durch die Gerüchte im Vorfeld der iPhone-Vorstellung eingefahren hat - zum Nulltarif. Das Prinzip ist so simpel wie effektiv: Hier mal ein gezieltes Informationshäppchen, dort mal eines, immer ohne Quellenangabe, und schon hält man die Internet-Maschinerie über Monate am laufen. Alles zu Apple auf CIO.de

Diese Form des Guerilla-Marketings beherrscht niemand so gut wie Apple, so dass man darauf vertrauen kann, dass was die einschlägigen Sites schreiben, im Großen und Ganzen richtig weil aus Cupertino gesteuert ist. Neben dem Apple-Tablet erwarten uns also noch neue Versionen des iPhone-OS, von iLife und iWork. Was aber bedeuten diese mageren Informationen im Einzelnen?

Tablet mit iPhone-OS

Eine der meist diskutierten Fragen ist die nach dem OS, das auf dem Tablet laufen wird. Diese Frage allerdings ist beantwortet. Es ist eine modifizierte Version des iPhone-Betriebssystems - alles andere wäre auch völlig unsinnig. Mac-Applikationen auf einem Tablet laufen zu lassen, macht schon insofern keinen Sinn, als diese massiv für eine Tablet-Bedienung angepasst werden müssten. Menüs und kleine Bedienknöpfe wird es auf einem Apple-Tablet nicht geben - dafür wird Steve Jobs schon sorgen. Das Bedienkonzept eines PC auf ein Tablet zu übertragen, damit ist schon Microsoft vor Jahren mehrmals gescheitert - und wird es immer wieder tun.

Das iPhone-OS hingegen ist ganz auf die Fingerbedienung eingestellt und eignet sich so hervorragend für ein Tablet - wenn auch nicht in der derzeitigen Form. Insbesondere ein vernünftiges File-System muss ein Tablet bieten, aus dem alle Apps auf Daten zugreifen können. Zudem müssen Apps untereinander Daten austauschen können. MailMail muss in der Lage sein, eine Datei an eine Textverarbeitung weiter zu reichen und umgekehrt. Diese unabdingbare Voraussetzung wird iPhone-OS 4 sicher erfüllen. Ebenso wird Apple nicht darum herum kommen, gleichzeitig mehrere Applikationen laufen lassen zu können. Dass eine App im Hintergrund Mails empfängt während man an einer anderen im Internet surft, ist von Mac und PC gelernt - auf einem Tablet wird sich dies niemand nehmen lassen wollen. Dass das technisch kein Problem ist, beweist die iTunes-App, die schon jetzt in der Lage ist, Musik beim Surfen abzuspielen. Alles zu Mail auf CIO.de

Daten in der Wolke

Dass neben Tablet und iPhone-OS 4 die sich häufenden Gerüchte um ein für das Internet optimiertes Betriebssystem die runde machen, ist sicher auch kein Zufall. Denn mit Mobile Me zeigt Apple, wo es mit dem Tablet hingehen wird. Neben der iDisk-App zum Datentausch gibt es seit neuestem eine App für Bildergalerien. Diese kann man getrost als Abfall-Produkt des Tablet ansehen. Denn Daten, etwa große Bildbestände oder Musiksammlungen, wird man am Tablet nicht mehr via iTunes mit dem Mac synchronisieren, sondern man wird sie im Internet vorrätig halten. Die jüngste Firmenaquise des Musik-Streamers Lala weist hier den Weg. Schon mit iPhone-OS 4 und dem Tablet könnte es soweit sein, dass wir unsere Daten aus dem Internet beziehen und nur gerade benötigte lokal vorrätig halten.

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