Wahnsinn im Postfach

Die größten E-Mail-Sünden

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 14 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie schreibt, redigiert, organisiert, moderiert und kümmert sich um die Online-Rubriken Karriere & Gehalt, Freiberufler, Young Professional und den Karriere-Ratgeber sowie den Karriere- und Freiberufler-Newsletter.
Suchen sie oft nach einer E-Mail? Mailen Sie an möglichst viele Adressaten? Treffen Sie gar Entscheidungen per E-Mail? Gratulation, Sie sind ein E-Mail-Sünder und kommen ihrem Unternehmen teuer zu stehen.
Oft genug werden Menschen Sklave ihres eigenen E-Mail-Postfachs.
Oft genug werden Menschen Sklave ihres eigenen E-Mail-Postfachs.
Foto: virtua73 - Fotolia.com

Erinnern Sie sich noch, wie wir ohne E-Mails gearbeitet haben? Briefe wurden diktiert oder per Hand vorgeschrieben. Die Sekretärin hat mit dem Chef besprochen, wer den Brief als Kopie erhält und wie der Betreff formuliert werden muss, damit man ihn in der Ablage wiederfindet. Heute schreiben auch hochrangige Manager und Experten ihre E-Mails selbst - mit allen Folgen. Unternehmensberaterin Christiane Eckhardt, Principal bei Detecon International GmbH und Mitglied des European Womans Management Development Network, hat die schlimmsten E-Mail-Sünden zusammengestellt.

Der Wahnsinn schlummert im Postfach

Sie suchen verzweifelt die Mail zum Angebot aus dem Januar mit dem Anbieter XY aus der Schweiz, bei dem die Konditionen geändert werden sollen. Mit diesem Betreff ist aber nichts zu finden in Ihrer elektronischen Ablage zu diesem Thema. Sie ärgern sich, weil die Mail noch in ihrem Posteingang schmort. Das Angebot müssten Sie von der Kollegin Müller erhalten haben …aber die war im Januar in Urlaub…dann war es ihr Vertreter Herr Schmidt…Sie finden nichts unter Müller, nichts unter Schmidt, nichts unter Angebot Firma XY, Schweiz.

Da bleibt nichts übrig, als alle Januar-Mails zu prüfen. Wenn Sie die richtige MailMail finden, ist sie garantiert von Frau Meier, der Sekretärin von Frau Müller. Sie ist erst am 8. Februar und die Betreffzeile lautet "Polnisches Angebot aus dem Rennen". Im Text steht, dass Sie alternativ das Angebot der Schweizer Firma zur Kenntnis erhalten, weil die polnische Firma die Anforderungen nicht erfüllt. Außerdem könnten Sie den Vorschläge entnehmen, wie die Konditionen verändert werden sollen. Alles zu Mail auf CIO.de

Die Mailkette umfasst acht E-Mails von Kollegen des Absenders mit widersprüchlichen Vorschlägen. Also schreiben Sie dem Absender eine barsche E-Mail und fragen, was denn nun der letzte Stand für die Konditionen dieses Angebots ist. Willkommen im täglichen Wahnsinn, den wir uns gegenseitig in Form von E-Mails bereiten!