Windows Vista und Web-Seiten im Visier von Cyber-Kriminellen

Die größten Sicherheitsrisiken in 2008

12. Dezember 2007
Von Nicolas Zeitler
Soziale Netzwerke werden zum Tummelplatz für Hacker. Auch die Angriffe auf Sicherheitslücken von Windows Vista werden zunehmen. Das erwartet McAfee in seiner Prognose für die zehn wichtigsten Computer-Risiken im Jahr 2008. Abnehmen wird dagegen die Verbreitung von Adware.

Die Sicherheitsexperten sehen einen neuen Trend zur Sabotage von Web-Anwendungen und Online-Foren. Zum einen werden erfahrene Angreifer zunehmend systematisch auf die Informationshappen zugreifen, die sorglose Nutzer in Foren oder sozialen Netzwerken über sich preisgeben. Zum anderen wird der Spam-Anteil in sozialen Netzwerken deutlich wachsen - McAfee zufolge in alarmierendem Ausmaß. In manchen Blogs seien schon jetzt drei Viertel der Inhalte Spam. Gleichzeitig werden Anwendungen zum automatischen Posten von Blog-Einträgen immer ausgereifter. An Bedeutung gewinnen wird auch Video-Spam.

Seit der Markteinführung von Windows Vista Anfang des Jahres wurden schon 19 Sicherheitslücken bekannt. Im kommenden Jahr dürften der Prognose zufolge noch viele weitere hinzukommen. Gleichzeitig muss mit wachsendem Ehrgeiz von Hackern gerechnet werden, zumal der Marktanteil von Vista 2008 vermutlich auf mehr als zehn Prozent steigen wird.

Um die Hälfte zunehmen wird im kommenden Jahr vermutlich die Zahl der Angriffe auf die IP-Telefonie. Die Sicherheit dieser noch jungen Technik lässt aus Sicht von McAfee noch sehr zu wünschen übrig. Allein in diesem Jahr hat sich die Zahl der Sicherheitslücken gegen über dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Nicht auszuschließen ist für das kommende Jahr das Auftreten eines Superwurms, der über Instant Messenger (IM) in Sekundenschnelle Millionen von Rechner befallen könnte. Seit 2006 hat sich die Zahl der gemeldeten Sicherheitslücken in IM-Programmen mehr als verdoppelt. Zudem wurden dieses Jahr erstmals zehn dieser Schwachstellen als hochriskant eingestuft.