Worüber sich Manager beim Jobwechsel Sorgen machen

Die große Angst vor leeren Versprechungen

05. September 2008
Von Alexander Galdy
Weil Firmen zurzeit händeringend Führungskräfte suchen, versprechen sie oft mehr, als sie halten können. Das bereitet Managern die größten Nöte. Auch fürchten sie sich vor schnellen Kündigungen durch Umstrukturierungen.
Die meisten Manager machen sich beim Jobwechsel Sorgen darüber, ob sie auch alles bekommen, was der neue Chef versprochen hat. Ansonsten können sie relativ gut schlafen.
Die meisten Manager machen sich beim Jobwechsel Sorgen darüber, ob sie auch alles bekommen, was der neue Chef versprochen hat. Ansonsten können sie relativ gut schlafen.

70 Prozent der deutschen Manager sorgen sich bei einem beruflichen Wechsel um denselben Grund. Es geht in erster Linie darum, ob die gemachten Versprechungen aus den Vertragsverhandlungen tatsächlich vom neuen Chef eingehalten werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Düsseldorfer Karriere-Dienstleisters Placement24.

Fach- und Führungskräfte werden händeringend gesucht. Spannung statt Sicherheit ist deshalb auch der wichtigste Grund, warum Manager den Job wechseln.
Fach- und Führungskräfte werden händeringend gesucht. Spannung statt Sicherheit ist deshalb auch der wichtigste Grund, warum Manager den Job wechseln.

Gerade für Fach- und Führungskräfte gibt es momentan einen hohen Bedarf, sagt Marcus Opper vom Personaldienstleister Hays: "Das verleitet manche Unternehmen zu Versprechungen, die nicht immer eingehalten werden können, wenn der Kandidat erst einmal an Bord ist." Also alle Vereinbarungen schriftlich in den Arbeitsvertrag aufnehmen. So ist man auf der sicheren Seite.

Aber nicht nur geplatzte Versprechungen bewegen Manager, wenn sie den Arbeitsplatz wechseln. Jeder Dritte hat Angst davor, nach einem Jobwechsel schnell wieder gekündigt werden zu können. Dabei fürchten rund zwei von drei der Führungskräfte eher, ihren Arbeitsplatz durch Umstrukturierungen zu verlieren, als schon in der Probezeit rauszufliegen.

Dagegen scheinen deutsche Manager an ihrem Selbstbewusstsein keinerlei Zweifel zu hegen. In Bezug auf die eigenen Fähigkeiten herrscht bei ihnen wenig Unsicherheit: Nur acht Prozent machen sich Gedanken darüber, ihren zukünftigen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein.