CIO des Jahres - Top 10 Mittelstand

Die hohe Kunst der Virtualisierung

25. November 2010
Uwe Siller, Bereichsleiter Informationsverarbeitung bei der Bitburger Braugruppe, virtualisiert seine auf Citrix Server basierende Terminal-Server-Infrastruktur.
Foto: Bitburger Braugruppe, Uwe Siller

"Citrix Server virtuell betreiben - gibt das Sinn?" Mit solchen und ähnlichen Fragen sah sich Uwe Siller konfrontiert, als er in die Planung seines Projekts "Provisioning und VirtualisierungVirtualisierung der Citrixfarm" einstieg. Bis dahin war das RechenzentrumRechenzentrum auf 50 Citrix Server angewachsen - jeder beanspruchte seine eigene physische Maschine. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Auf ihnen liefen über 50 Standard- und mehr als 70 Spezialanwendungen, die rund 900 Concurrent Usern in Terminal-Server-Manier zur Verfügung standen. Das Problem dabei: Mit jedem neuen Server stieg der zeitliche Aufwand für ein übergreifendes Änderungs-Rollout, was dazu führte, dass nicht alle Server immer auf dem gleichen Stand waren. Hinzu kam, dass die CPUs jedes einzelnen Rechners bei weitem nicht ausgelastet waren.

Die Lösung für die IT der Bitburger Braugruppe, die in anderen hausinternen Projekten bereits reichlich Erfahrung mit Desktop-, Server- und Storage-Virtualisierung gesammelt hatte, bestand aus zwei Schritten: Die Citrix Server wurden als virtuelle Maschinen ausgelegt und auf Citrix XenServer installiert. Außerdem sorgen zwei Provisioning-Server für die schnelle und einheitliche "Betankung" der Citrix Server. Alle vier für dieses Projekt gesteckten Ziele ließen sich so erreichen:

  • Die Konfiguration eines neuen Servers (Administration) reduzierte sich von früher fünf Stunden auf jetzt eine Stunde und weniger.

  • Das Rollout einer Änderung (Dauer etwa 30 Minuten) beanspruchte bei 40 Servern 20 Stunden, während es über die Provisioning-Server nun in rund zwei Stunden erledigt ist.

  • Alle Server sind immer auf dem gleichen Stand.

  • Der Hardwarebedarf und damit Stromverbrauch wurde erheblich reduziert - jetzt laufen fünf Citrix Server auf einer physischen Maschine (Quad-Core-Blade).

Das drei Monate dauernde Projekt stemmte Siller mit zwei Mitarbeitern. Die frei gewordenen 30 Blades werden an anderer Stelle des Unternehmens eingesetzt, wodurch neue Investitionen hier nicht notwendig sind. "Warum haben wir das nicht bereits früher gemacht?", hört Siller jetzt von seinen Kollegen.

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