Best Practices für die Mitarbeiter-Rekrutierung

Die IT-Abteilung zur Marke machen

23. August 2007
Von Nina Gut
CIOs müssen die Unternehmens-IT zu einer unverwechselbaren Marke ausbauen. Das könnte ihnen dabei helfen, auf dem heiß umkämpften Nachwuchsmarkt die ein oder andere IT-Fachkraft anzulocken. Mit einem geschärften Profil könnte es der IT leichter fallen, interessante Kandidaten zu gewinnen, deren Fähigkeiten und Ambitionen zu Unternehmenskultur und -zielen passen. Das rät der Marktforscher Forrester im zweiten Teil seiner Studie zum IT-Recruiting.

Wie jeder Technologie- und Service-Provider, hat auch die Unternehmens-IT eine Mission und Reputation - beides verwurzelt in der Kultur und dem Auftritt der IT. Die CIOs wissen zwar genau, wie wichtig es ist, die IT gegenüber dem Business zu vermarkten. Die meisten verstehen es allerdings noch nicht, ihre Organisationen zu vermarkten, um Fachkräfte anzulocken. Marken-Management grenzt IT-Organisationen von ihresgleichen ab, lockt Fachkräfte aufgrund ihrer Übereinstimmung mit der Unternehmenskultur und weitet die Personal-Debatte aus.

Dafür machen die Analysten von Forrester zwei Gründe aus:

1. Die Marke geht über das reine Anwerben nach GehaltGehalt hinaus: Obwohl das Gehalt für die Bewerber wichtig ist, ist es nicht das alles Entscheidende, für das es manche CIOs halten. Stattdessen ist es für die Bewerber extrem wichtig, dass die individuellen Karriereziele zu Unternehmenskultur und -zielen der IT-Organisation passen. Für IT Professionals, die in mehreren Organisationen gearbeitet haben, ist dieser Aspekt besonders wichtig. Markenbildung in der IT, die für jede Klientel von Fachkräften anders gestaltet werden muss, vermittelt die Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen Unternehmens-ITs. Alles zu Gehalt auf CIO.de

2. Die Marke zeigt den Bewerbern die kulturelle Ausrichtung: Eine starke IT-Marke erreicht mögliche Bewerber, die gar keine offene Stelle suchen, indem sie bei ihnen den Wunsch wecken, in einer IT-Abteilung zu arbeiten, in der die Unternehmenskultur zu ihren Karriere-Erwartungen passt. Forrester nennt dieses Phänomen kulturelle Angleichung (Cultural Alignment). IT-Organisationen, deren Mitarbeiter mit der Richtung des Unternehmens einverstanden sind, profitieren von einer besseren Arbeitsmoral, einer geringeren Fluktuation und einem größeren Zusammenhalt. Mit anderen Worten: Cultural Alignment erhöht die "Klebrigkeit“ neu angeworbener Mitarbeiter und macht sie weniger anfällig dafür, sich von anderen Firmen abwerben zu lassen - selbst wenn diese ihnen ein etwas höheres Gehalt bieten.