E-Commerce-Strategie

Die Kunden nicht schon wieder vergraulen

07. Oktober 2009
E-Commerce bietet auf der Business-to-Customer-Ebene (B2C) nach wie vor erhebliche Wachstumspotenziale. Nur müssen Handelsunternehmen sie nutzen und rentabel machen. Vor allem müssen sie bei ihrer Portal-Strategie die immer komplexeren Kundenwünsche abdecken.
Nicolai Prüsmann ist IT-Advisor bei KPMG.
Nicolai Prüsmann ist IT-Advisor bei KPMG.

Auch das E-Commerce-Business war zu Beginn des neuen Milleniums vom Platzen der Internetblase betroffen und das bis dato stark exponentiell ausgerichtete Wachstum mündete vorübergehend in eine Phase stagnierender Entwicklung. Obwohl die Indizes der nachfolgenden Jahre eine zögerliche Geschäftstätigkeit in diesem Bereich abbildeten, suchen Handelsunternehmen auch und gerade in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise wieder forciert nach Möglichkeiten, Marktanteile auszubauen oder gar neue Märkte zu betreten. Die Geschäfte gewinnen nicht zuletzt dadurch wieder an Fahrt und ein Blick in die Marktentwicklung lässt ebenfalls ein wieder ansteigendes Wachstum erwarten.

Parallel zu diesem Trend ist eine kontinuierliche KonsolidierungKonsolidierung im deutschen HandelHandel zu beobachten. Handelsunternehmen sehen sich unter enormen Druck gesetzt, ihre Marktanteile sowohl lokal, als auch global auszubauen, um sich der Konkurrenz gegenüber zu behaupten. Zunehmend setzen sie daher auf ein Komplettangebot an Vertriebskanälen, wodurch die Entscheidung für eine E-Commerce Plattform mehr und mehr zu einer "strategischen" wird, die eine angemessene Planungsphase mitberücksichtigt. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de Top-Firmen der Branche Handel

Die Inanspruchnahme einer E-Commerce-Lösung als zusätzliches Vertriebsmittel ermöglicht es dem Unternehmen neben der Festigung der schon vorhandenen Kundenbeziehungen neue Kunden- und Marktsegmente zu erschließen. Auch die vergleichsweise hohen Eintrittsbarrieren zu internationalen Märkten können durch entsprechende E-Commerce-Maßnahmen in erheblichem Maße reduziert werden.

Wesentliche Voraussetzung hierfür ist das Erarbeiten einer wirkungsvollen Strategie, die in Anlehnung an die beschriebenen Unternehmenszielgrößen den spezifischen mikro- und makro-ökonomischen Einflussfaktoren Rechnung trägt.