Gehälter im Vergleich

Die Lieblingsarbeitgeber der Absolventen

17. November 2010
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Google, Microsoft und Apple. Für diese Troika würden europäische Informatiker und Ingenieure nach ihrem Hochschulabschluss am liebsten arbeiten. Als Einstiegsgehalt kalkulieren sie mit gut 25.000 Euro. Deutsche Absolventen setzen ihren Marktwert allerdings deutlich höher an, wie Trendence berichtet.
Mit Projekten wie Streetview schreibt Google seit Monaten negative Schlagzeilen. Dennoch ist das Unternehmen das Top-Karriereziel für IT-Spezialisten.
Mit Projekten wie Streetview schreibt Google seit Monaten negative Schlagzeilen. Dennoch ist das Unternehmen das Top-Karriereziel für IT-Spezialisten.

Der europäische Akademiker-Nachwuchs träumt von klangvollen Namen als künftigen Arbeitgebern. Wer nach deutschen Uni-Absolventen sucht, muss sich auf recht anspruchsvolle, selbstbewusste und nicht unbedingt mobile Bewerber einstellen. Das geht aus einer europaweiten Erhebung der Personalberatung Trendence unter Studenten hervor.

Das Ranking der Wunsch-Arbeitgeber im IT-Bereich hat eine recht klare Struktur. Mehr als jeder zehnte will zu GoogleGoogle – der eindeutigen Nummer Eins. Auf den Rängen Zwei bis Vier folgen weitere Giganten der Branche: MicrosoftMicrosoft mit knapp 8 Prozent, AppleApple mit knapp 7 Prozent und IBMIBM mit fast 6 Prozent. Dahinter folgt bis Platz 11 eine Gruppe von Unternehmen, die Werte zwischen 1 und knapp über 3 Prozent erreicht: Intel, Cisco Systems, Sun Microsystems, Hewlett-Packard, OracleOracle, AMD und SAPSAP. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

Die europaweite Studie ist in gewisser Weise eine Erweiterung und Ergänzung zu Daten, die Trendence bereits im Sommer für Deutschland vorlegte. Sie folge aber einer etwas anderen Systematik, wie Trendence berichtet. In Deutschland wurden dezidiert Informatikstudenten nach ihren Wunscharbeitgebern befragt. Im übrigen Europa bestehe allerdings keine derart scharfe Unterscheidung zwischen Informatik- und Ingenieurswissenschaften wie hierzulande. Deshalb ist Grundlage der Europazahlen die Engineering-Edition einer größer angelegten Umfrage an 1000 Universitäten. Von fast 220.000 befragten Studenten insgesamt waren etwa 86.000 angehende Ingenieure und Informatiker.

Stellt man dennoch die europäischen Daten und die Angaben deutscher Informatiker gegenüber, fallen Unterschiede auf – wie etwa eine ausgeprägte Google-Manie hierzulande. 20,7 Prozent der angehenden Informatiker aus der Bundesrepublik wollen für den Suchmaschinenkrösus arbeiten. Mehr als jeder Fünfte also. SAP ist naturgemäß in Deutschland angesagter als anderswo und rangiert fast gleichauf mit IBM auf Platz Drei. 13,8 und 12,6 Prozent wollen zu diesen Firmen. Weil die deutschen Top-Ten nicht auf IT-Firmen beschränkt waren, finden sich dort auch Siemens, die Autobauer Audi und BMW sowie Blizzard Entertainment.

Zur Startseite