Analyst rät zum Führungsstil von Captain Kirk

Die neun typischen CIO-Fehler

06. August 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der Erfolg eines CIOs hängt in erster Linie davon ab, ob sein Team ihn respektiert. Diese These vertritt Forrester-Analyst Mike Gualtieri. Noch eine Regel: Wer nie Star Trek gesehen hat, sollte kein CIO werden.
Forrester-Analyst Mike Gualtieri hat vor seinem Wechsel an den Analysten-Schreibtisch 20 Jahre lang selbst in der IT gearbeitet.
Forrester-Analyst Mike Gualtieri hat vor seinem Wechsel an den Analysten-Schreibtisch 20 Jahre lang selbst in der IT gearbeitet.

Eigentlich ist alles ganz einfach. "Entwickeln sie einen Führungs-Stil wie Captain Kirk", rät Forrester-Analyst Mike Gualtieri im Gespräch mit unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com. Was nicht heißt, dass man seinen Mitarbeitern die Ohren langziehen soll. Gualtieri bezieht sich auf neun Klagen, die er immer wieder über CIOs zu hören bekommt - oder aus eigener Erfahrung kennt: Vor seinem Wechsel an den Analysten-Schreibtisch hat er 20 Jahre lang als Software-Entwickler und IT-Architekt gearbeitet, zuletzt bei der Bank of America.

Konkret geht es um folgende Vorwürfe:

1. Der CIO ist ein Kontrolletti. Dazu der Analyst: "Wenn das stimmt, suchen sie sich einen Job in der Buchhaltung." Wenn es nicht stimmt, und ein CIO nur deswegen alles kontrolliert, weil er seinen Mitarbeitern nichts zutraut, sollte er Leute auswechseln. Anders komme er langfristig nicht weiter.

2. Der CIO ist nicht da. Wenn die Mitarbeiter gut sind und die Moral der Truppe stimmt, neigt mancher CIO dazu, sich öfter auf dem Golfplatz herumzutreiben als im Büro. Dafür hat man diesen Job nicht bekommen, so Gualtieri. Und: Mitarbeiter merken auch, wenn ihr Chef zwar körperlich präsent ist, aber innerlich abwesend.