Start-Ups in Deutschland

Die Probleme für High-Tech-Gründer

27. Oktober 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den High-Tech-Gründungen in Deutschland einen leichten Anstieg. Das Niveau bleibt aber niedrig. Eine Studie des ZEW zeigt, welchen Hemmnissen Start-Ups ausgesetzt sind.

Die Gründungstätigkeit im High-Tech-Bereich liegt mit 14.000 Neugründungen weiterhin auf einem der niedrigsten Niveaus seit Mitte der 90er Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der High-Tech-Gründungen jedoch um 3,1 Prozent gestiegen.

Besonders viele Gründungen zählten die Autoren einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Microsoft im Softwarebereich. Im Vorgleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Gründungen hier um 15 Prozent erhöht. Spitzentechnologien wie die Medizintechnik verzeichneten weniger High-Tech-Gründungen.

Viele Gründungen sind allerdings von Kleinstunternehmen getrieben. Zahlreiche Arbeitnehmer machten sich im vergangenen Jahr als Ein-Personen-Unternehmen selbstständig. Zum Innovationsgeschehen tragen diese Firmen nur wenig bei, betonen die Studienautoren. Deshalb wurden diese Gesellschaften bei den Zahlen zur Entwicklung der Gründungstätigkeit nicht berücksichtigt. Wären dies geschehen, läge die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr bei 20 Prozent.

Die Studie veranschaulicht, mit welchen Hemmnissen Gründer in Deutschland konfrontiert werden. 36 Prozent der Gründer haben vor allem bei der Akquise und dem Aufbau eines Kundenstamms Probleme. Gerade bei etablierten Unternehmen in Deutschland gebe es Bedenken, Aufträge an Start-Ups zu vergeben, sagen die Gründer.