Einsatz, Zukunft und Grenzen

Die Roadmap von SAP HANA

10. Dezember 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
SAP-Vorstand Gerhard Oswald und der HANA-Verantwortliche Franz Färber sprachen mit CIO.de über die Einsatzmöglichkeiten, Grenzen und Ziele von SAP HANA.

Gerhard Oswald, Mitglied des Vorstands und des Global Managing Boards der SAP AG, und Franz Färber, als Senior Vice President SAP HANA verantwortlich für den Bereich Datenbanken bei SAP, sprachen mit CIO.de über die Einsatzmöglichkeiten, Grenzen und Ziele von SAP HANA.

Herr Oswald, wie sieht die aktuelle Roadmap von SAP für SAP HANA aus?

SAP-Vorstand Gerhard Oswald will, dass Firmen künftig auf einer einzigen SAP-HANA-Datenbankinstanz mehrere OLTP- und OLAP-Systeme nebeneinander betreiben können.
SAP-Vorstand Gerhard Oswald will, dass Firmen künftig auf einer einzigen SAP-HANA-Datenbankinstanz mehrere OLTP- und OLAP-Systeme nebeneinander betreiben können.
Foto: SAP

Gerhard Oswald: Seit Kurzem bieten wir über die Amazon-Cloud-Infrastruktur eine Entwicklungsplattform auf Basis von SAP HANA an, auf der Kunden und Partner neue, eigene Anwendungen entwickeln können. Aktuell werden die Cloud-Anwendungen von Successfactors für Personaldienstleistungen und die Cloud-Anwendungen von Ariba für Handelsnetzwerke auf SAP HANA umgestellt. In den nächsten Monaten werden wir sukzessive In-Memory-Angebote für die transaktionalen ERP-, CRM- und SCM-Anwendungen der SAP Business Suite auf den Markt bringen. Dazu laufen bei rund 20 Kunden derzeit Pilotprojekte, deren Ergebnisse ermutigend sind.

ERP, CRM und Co. auf Hana portieren

Die In-Memory-Computing-Technologie von SAP war aber nicht primär für transaktionale Systeme gedacht.

Whitepaper: Der Nutzen des Chief Data Officers

Der Chief Data Officer (CDO) wird immer öfter zu einer zentralen Führungkraft in Unternehmen auf der ganzen Welt. Der Grund ist die zunehmende Relevanz von Daten. Denn Daten sind überall und allgegenwärtig; sie untermauern jede Transaktion, jeden Betrieb und jegliche Interaktion innerhalb und außerhalb von Organisationen. Daten sind aber auf eine Infrastruktur angewiesen, sie müssen gespeichert, archiviert, analysiert und gesichert werden. Dafür braucht es den CDO. In dieser IBM-Studie wird die Rolle des CDO durchleuchtet und gezeigt, welche Vorteile Unternehmen konkret von ihm haben.

Franz Färber: Wir haben zwar 2005 mit dem SAP NetWeaver Business Warehouse Accelerator zunächst eine In-Memory-basierte Appliance für schnelle Datenanalysen auf den Markt gebracht. Doch die SAP-HANA-Entwicklung war von Beginn an sowohl auf OLAP-basierte BI-Lösungen wie auch auf Online-Transaction-Processing-(OLTP)-Systeme ausgerichtet. Das ist aus unserer Sicht ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen In-Memory-Systemen, die derzeit auf dem Markt sind.

Als erste transaktionale Anwendung haben wir das ERP-Paket SAP Business One auf die SAP-HANA-Datenbank portiert. Nun machen wir im nächsten Schritt die transaktionalen Anwendungen der SAP Business Suite fit für den In-Memory-Betrieb. Die Anwendung SAP CRMCRM läuft bereits auf SAP HANA. Sie bildet eine Schlüsselkomponente der Kundenmanagement-Lösung "SAP 360 Customer", die wir soeben auf der Sapphire Now in Madrid (13. - 16. November 2012, Anm. der Redaktion) vorgestellt haben. Alles zu CRM auf CIO.de

Mit einem ERP-, CRM- und SCM-System, das direkt auf einer In-Memory-Datenbank läuft, können komplexe Geschäftsprozesse und große Datenmengen direkt in der Datenbankschicht mit deutlich mehr Tempo abgearbeitet werden als mit konventioneller Datenbanktechnologie.

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