Rechtsverbindlich und sicher

Die Semoa-Plattform für mobile Agenten

05. Dezember 2005
Reppesgaard studierte in Hannover und arbeitete danach als Reporter und Moderator bei Hörfunk von Radio Bremen zu innen- und jugendpolitischen Themen und in den Bereichen Technologie und Wissenschaft. Seit dem Jahr 2000 lebt er in Hamburg, seit 2001 arbeitet er mit Christoph Lixenfeld im druckreif Redaktionsbüro zusammen.
Bei welchen Aufgaben können kleine, autonom agierende Agentenprogramme ihre menschlichen Auftraggeber entlasten? Dürfen sie auch im Namen ihres Absenders Transaktionen durchführen, zum Beispiel auf einer Zuliefererplattform Nachschub beschaffen oder eine Reise buchen? Die Antwort lautet: Ja, wenn sicher gestellt ist, dass die Daten aber auch der Code der Agenten selbst nicht manipuliert werden kann.

Die Technik für derartige Agentensysteme existiert: Die IGD-Fraunhofer-Forscher haben nachgewiesen, dass ihre Semoa-Plattform für rechtsverbindliche Geschäfte geeignet und gegen Manipulationen abgesichert ist. Verschlüsselungstechnologie und elektronische Signaturen verhindern, dass Dritte einen Agenten auslesen oder umcodieren. Und bevor der digitale Helfer einen Server wieder verlässt, wird er selbst kontrolliert. Die Plattform prüft, ob er unerlaubte Daten herausschmuggeln will.
Wie praxistauglich die Plattform ist, zeigte eine vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Simulationsstudie: Elf Juristen handelten über mobile Agenten mit Bildern im Internet, und provozierten dabei komplexe Rechtsstreitigkeiten, die nach deutschem Recht verhandelt wurden. Gleichzeitig versuchten drei Hacker, die Software-Agenten zu manipulieren – ohne Erfolg. Die Plattform bestand der Praxistest mit Bravour.
www.semoa.org

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