Studien zeigen Bedenken

Die Sicherheitsprobleme durch BYOD

02. November 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Deutsche CIOs installieren bei Sicherheitsproblemen Security-Software, US-CIOs stoppen BYOD. Das geht aus Studien von Trend Micro hervor.
Laut Forrester-Studie herrschen in puncto BYOD nicht nur Sicherheitsbedenken, sondern auch Fragen in Bezug auf Integration und Kosten.
Laut Forrester-Studie herrschen in puncto BYOD nicht nur Sicherheitsbedenken, sondern auch Fragen in Bezug auf Integration und Kosten.
Foto: Forrester

Die Nutzung privater Endgeräte am Arbeitsplatz ist "zur Regel geworden". Das behauptet jedenfalls der Sicherheitsanbieter Trend Micro aus Hallbergmoos (bei München). Die Aussage basiert auf zwei Studien, die Trend Micro in Auftrag gegeben hat: Die Befragung "Key strategies to capture and measure the value of consumerisation of IT", die der US-Marktforscher Forrester unter rund 200 Entscheidern durchgeführt hat, und die Studie "Trend und Erkenntnisse zur Konsumerisierung mobiler Geräte" von Decisive Analytics unter 400 Entscheidern. Beide Untersuchungen beziehen sich auf Deutschland, die USA und einige westeuropäische Länder.

Demnach bringen Mitarbeiter in rund drei von vier Unternehmen bereits ihre privaten SmartphonesSmartphones, Netbooks, Laptops oder TabletsTablets mit ins Büro. Das werde von den Unternehmensleitungen grundsätzlich auch begrüßt. Laut Forrester erklären sieben von zehn Entscheidern, die Belegschaft arbeite dadurch produktiver. Nach Beobachtung von Decisive Analytics zeigen sich insbesondere jüngere Entscheider (bis 45 Jahre) aufgeschlossen. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Decisive Analytics hat auch nach den erlaubten Betriebssystemen bei solchen Geräten gefragt. Demnach lassen Unternehmen vor allem Android und Blackberry zu, die jeweils von 69 Prozent der Befragten genannt werden. 54 Prozent erlauben auch iOS, 50 Prozent Windows. Dagegen nennen nur 24 Prozent Symbian.

Vorfälle bei der Hälfte der Befragten

Allerdings sprach gegenüber Decisive Analytics fast jeder zweite Befragte (47 Prozent) von Sicherheitsvorfällen im Zusammenhang mit beruflich genutzten Privatgeräten. Laut Forrester lassen 46 Prozent der Unternehmen Mitarbeiter vor der Nutzung ihrer eigenen Geräte Policies lesen und unterschreiben. Das soll für mehr Sicherheit sorgen.